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Luther, Martin - Psalm 119. V. 18.

Luther, Martin - Psalm 119. V. 18.

Oeffne mir die Augen/ daß ich sehe die Wunder an deinem Gesetz.

Lutherus Tom. I. Witteb. in der 1. Vorrede.

Das solt du wissen, daß die Heil. Schrifft ein Buch ist, das aller anderer Bücher Weißheit zur Narrheit macht: weil keines vom ewigen Leben lehret ohne dis allein. Darum solt du an deinem Sinn und Verstande stracks verzagen, dagegen niederknien, und mit rechter demuth und Ernst zu GOtt beten, daß er dir durch seinen lieben Sohn wolle seinen Heiligen Geist geben, der dich erleuchte, leite, und Verstand gebe. Zum andern ließ mit fleißigem Aufmercken und Nachdencken, was der Heilige Geist damit meynet, und hüte dich, daß du nicht überdrüßig werdest, oder denckest, du habest ein einmahl oder zwey gnug gelesen, gehöret, gesaget, und verstehest es alles zu Grund. Denn da wird kein sonderlicher Theologus (Christ) nimmermehr aus, und sind wie das unzeitige Obst, das abfället, ehe es halb reiff wird. Zum dritten ist Anfechtung der rechte Prüfe-Stein, die lehret dich nicht allein wissen, und verstehen, sondern auch erfahren, wie recht, wie wahrhafftig, wie süsse, wie lieblich, wie mächtig, wie tröstlich GOttes Wort sey, Weißheit über alle Weißheit.

Quelle: Schinmeier, Joh. Christoph - Biblisches Spruch- und Schatz-Kästlein

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