Calvin, Jean - Hebräerbrief - Kapitel 7.

Calvin, Jean - Hebräerbrief - Kapitel 7.

V. 1. Dieser Melchisedek aber war ein König von Salem. Die Ermahnungen des vorhergehenden Abschnittes (5, 11 – 6, 20) hatten den Zweck, die Leser zu veranlassen, der Vergleichung zwischen Christus und Melchisedek ihre ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Die Wiederaufnahme des Hauptgedankens geschah mit der nochmaligen Anführung der Psalmstelle (110, 4) am Schluss des 6. Kapitels. Hier nun wird der Gegenstand, von dem früher nur kurz die Rede war, mit aller Ausführlichkeit behandelt; denn es werden alle Vergleichspunkte, die zwischen Melchisedek und Christus in Betracht kommen, einzeln aufgeführt. Das nachdrückliche Verweilen bei diesem Gegenstand kann nicht verwundern, wenn man bedenkt, wie merkwürdig es allerdings ist, dass in einer so abergläubischen und sittlich verkommenen Umgebung ein Mann gelebt hat, der den wahren Gottesdienst kannte und pflegte. Sodom und Gomorra auf der einen, die Kananiter auf der anderen Seite waren ja seine Nachbarn, gottloses Beispiel also um und um. Bei der ganz allgemein verbreiteten Gottlosigkeit klingt es fast unglaublich, dass noch anderswo als in Abrahams Familie wahre Gottesverehrung vorhanden war. Es verdiente daher hervorgehoben zu werden, dass es damals einen König gab, der nicht nur den wahren Gott kannte, sondern auch selber das Priesteramt ausübte. An ihm, der ein Vorbild auf den Sohn Gottes war, sollte in der Tat alles hervorragend und ausgezeichnet sein. Dass aber Christus wirklich durch ihn vorgebildet worden ist, geht aus der Psalmstelle deutlich hervor: Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks. So hat David nicht ohne Überlegung gesprochen, vielmehr liegt in diesem Wort ein hohes und herrliches Geheimnis, das der Kirche anvertraut worden ist.

Wenden wir uns jetzt im Einzelnen zu des Apostels Ausführungen über die Ähnlichkeit zwischen Christus und Melchisedek.

Zuerst der Name. Dieser bedeutet: „König der Gerechtigkeit“. Darin liegt ein tiefer Sinn; denn obschon dieser Ehrentitel jedem König beigelegt werden kann, der sich durch eine milde und gerechte Art des Regierens auszeichnet, so eignet er sich doch auch in besonderer Weise für Christus. Er übt nicht nur, wie man dies auch von andern sagen könnte, eine gerechte Herrschaft aus, sondern gibt uns Anteil an der göttlichen Gerechtigkeit, und zwar in doppelter Weise: wir werden ohne eigenes Verdienst durch sein Versöhnungswerk für gerecht erklärt und durch seinen Geist erneuert zu einem frommen und heiligen Wandel. König der Gerechtigkeit heißt er also nach der von ihm ausgehenden Wirkung, weil er all den Seinen die Gerechtigkeit mitteilt. Darum spricht der Prophet Sacharja von der Aufrichtung seiner Königsherrschaft mit folgenden Worten (9, 9): „Du Tochter Zion, freue dich, siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter.“

Die zweite Ähnlichkeit, die der Apostel hervorhebt (V. 2), bezieht sich auf das Reich des Friedens. Dieser Friede ist die Frucht der zuvor erwähnten Gerechtigkeit. Wohin sich Christi Herrschaft erstreckt, da ist auch Friede (vgl. Jes. 2, 4; 9, 5 f. u. a.). Da im Hebräischen Friede meist so viel bedeutet wie Glück und Wohlergehen, so könnte man das Wort auch hier in diesem Sinne nehmen. Es ist aber wahrscheinlicher, dass der innere Friede des Herzens gemeint ist, der das Gewissen vor Gott ruhig und getrost werden lässt. Was für ein köstliches Gut das ist, kann man nur dann recht schätzen, wenn man sich im Gegensatz hierzu den trostlosen Zustand beständiger, peinigender Unruhe vergegenwärtigt, die wir alle erfahren, ehe wir, durch Christus mit Gott versöhnt, den Frieden des Gewissens gefunden haben.

V. 3. Ohne Vater. Das will mehr sagen als: von unbekanntem Vater, d. i. von dunkler, unbekannter Herkunft. Man wende nicht dagegen ein, dass ja dann das Vorbild der Erfüllung nicht entspreche, indem Christus einen Vater habe im Himmel, eine Mutter auf Erden. Die Meinung des Apostels tritt zu Tage, wenn er gleich nachher fortfährt: ohne Geschlecht. Indem so Melchisedeks Dasein von dem natürlichen Zusammenhang losgelöst wird, tritt seine ewige Bedeutung umso klarer hervor. Man soll nicht seinem menschlichen Ursprung nachfragen. Er hat ja freilich leibliche Eltern, aber hier kommt er nicht nach seiner persönlichen Stellung, sondern als Vorbild auf Christus in Betracht. In dieser Beziehung aber darf nichts anders gelten, als was die Schrift von ihm überliefert. Denn sobald es sich um Christus handelt, gilt für uns als bindende Regel, nicht über Gottes Wort hinauszugehen. Nun ist es bemerkenswert, dass die heilige Schrift da, wo jener zu seiner Zeit wichtigste König genannt wird, über seine Herkunft schweigt und auch nachher seinen Tod mit keinem Wort erwähnt. Ist es nicht, als ob dadurch seine ewige Bedeutung hervorgehoben werden sollte? Was bei Melchisedek aber nur ein schattenhaftes Vorbild war, finden wir in Wahrheit bei Christus. Indem die heilige Schrift den Melchisedek vor uns hinstellt, als sei er weder geboren noch gestorben, zeigt sie uns wie in einem Bilde, dass Christus ohne Anfang und Ende ist. Zudem können wir auch lernen, welche ehrfurchtsvolle Scheu und nüchterne Zurückhaltung den göttlichen Geheimnissen gegenüber geboten ist. Der Apostel will nicht gern wissen, was die heilige Schrift verschweigt, und verlangt ein Gleiches auch von uns. Vor allem über Christus dürfen wir keine willkürlichen Behauptungen aufstellen.

Er ist aber verglichen dem Sohne Gottes. Hierbei gehe man nicht weiter, als der Verglich erlaubt. Zwischen der Wahrheit und ihrem Abbild besteht ja immer ein Unterschied. Nur lächerliche Erfindung kann daher aus Melchisedek ein himmlisches Wesen, einen Engel oder gar Christus selbst machen, umso eine völlige Gleichheit herauszubringen. Uns genügt, in ihm die Grundzüge Christi zu erkennen, sowie man die Gesichtszüge eines Menschen auf einem Bilde sehen kann. Zwischen dem Menschen und seinem Bilde ist dennoch ein großer Unterschied.

V. 4. Schauet aber, wie groß ist der usw. Das vierte Merkmal der Ähnlichkeit zwischen Melchisedek und Christus ergibt sich daraus, dass Abraham jenem den Zehnten dargebracht hat. Für die Einrichtung des Zehnten kommen mehrere Gesichtspunkte in Betracht. Einmal sollten die Leviten, denen der Zehnte zu entrichten war, den übrigen Kindern Abrahams gleichgestellt sein. Nach erblichem Recht kam ihnen ein Anteil an jenem Lande zu, das dem Samen Abrahams verheißen war. Da sie aber keinen Grundbesitz erhielten, sollten sie durch den Zehnten dafür entschädigt werden. Zum andern war es nur billig, dass die, die durch den Dienst am Heiligtum und die gottesdienstlichen Verrichtungen für das Volk in Anspruch genommen waren, auf allgemeine Kosten von den übrigen erhalten wurden. Jener Zehnte war also der rechtmäßige Lohn für ihren Dienst. Aber im gegenwärtigen Zusammenhang ist weder das eine noch das andere von Bedeutung. Deshalb geht der Apostel darüber hinweg. Einzig darauf kommt es jetzt an, dass der Zehnte, den die Leviten empfingen, vom Volke eigentlich Gott als heilige Abgabe dargebracht wurde. Es ist klar, dass die Leviten dadurch nicht geringerer Ehre gewürdigt wurden, indem Gott sie gewissermaßen an seine Stelle setzte. Wenn nun Abraham, einer der ersten Knechte und Propheten Gottes, Melchisedek, dem Priester, den Zehnten dargebracht hat, so hat er damit unzweifelhaft dargetan, dass Melchisedek ihn an Würde noch übertreffe. Wenn diesem gegenüber Abraham, der Patriarch, in die Reihe der gewöhnlichen Menschen tritt, wie groß und herrlich muss dann seine Ehrenstellung sein? Das Beiwort Patriarch dient zu Verstärkung des Gedankens; denn ein besonderer Ehrentitel ist es, wenn Abraham in der Gemeinde Gottes als Vater bezeichnet wird. Merke also: Abraham, der über alle anderen hervorragt, steht doch niedriger als Melchisedek; folglich nimmt Melchisedek die höchste Ehrenstelle ein, hoch über allen Leviten.

V. 5. Zwar die Kinder Levi usw. Der ganze Stamm Levi wird zum Vergleich herangezogen. Durch das Recht, vom Volk den Zehnten einzufordern, wurden die Leviten den übrigen Israeliten vorangestellt trotz ihrer gemeinsamen Abstammung von Abraham, dem Vater aller. Aber Abraham hatte einen Priester fremder Abstammung und Herkunft den Zehnten gegeben; so sind denn auch alle Nachkommen Abrahams diesem Priester untergeordnet. Das Recht der Leviten war auf ihre Brüder und Volksgenossen beschränkt, Melchisedek aber steht über allen ohne Ausnahme an höchster Stelle.

V. 6. Und segnete den, der die Verheißung hatte. Dies kommt als fünftes in Betracht bei der Vergleichung zwischen Melchisedek und Christus. Da nach allgemeinem Urteil das Kleinere vom Größeren gesegnet wurde, so folgt daraus, dass Abraham, indem er von Melchisedek gesegnet wurde, als der Kleinere zu gelten habe. Der Gedanke erhält auch hier wieder dadurch, dass von Abraham in besonders ehrender Weise gesprochen wird, noch mehr Gewicht. Je mehr Abraham ausgezeichnet wird, desto höher steigt Melchisedek an Würde. Abraham hatte die Verheißung, heißt es. Mit ihm, als dem ersten Stammvater des heiligen Volkes, hat Gott den ewigen Lebensbund geschlossen. Dies war keine gewöhnliche Auszeichnung: aus der Gesamtheit der Menschen hat Gott einen erwählt, dem er das Recht der Kindschaft und das Zeugnis seiner Liebe gleichsam als Pfand in Verwahrung gab. Trotz dieser seiner bevorzugten Stellung hat sich Abraham unter das Priestertum des Melchisedek gestellt. Man mag daraus ersehen, wie groß der ist, dem Abraham in zwei Stücken den Vorrang eingeräumt hat: indem er sich von ihm hat segnen lassen, und indem er ihm, gleichsam als dem Stellvertreter Gottes, den Zehnten dargebracht hat.

V. 7. Dass der Geringere von dem Besseren gesegnet wird. Man hat sich zunächst Rechenschaft davon zu geben, was hier das Segnen bedeutet. Es ist die feierliche Fürbitte dessen, der in hervorragender, übergeordneter Stellung die ihm Anvertrauten Gott anbefiehlt. Anderer Art ist das Segnen, wenn wir, wie es allen Gläubigen gemeinsam ist, gegenseitig füreinander Fürbitte tun. Der Segen, von dem hier der Apostel spricht, ist der Ausfluss höherer Vollmacht. So hat Isaak seinen Sohn Jakob und dieser wiederum seine Enkel Ephraim und Manasse gesegnet (1. Mose 27, 27; 48, 15). In diesem Sinn hätte nicht umgekehrt der Sohn ebenso gut den Vater segnen können; zum gültigen Segen bedurfte es vielmehr einer übergeordneten Persönlichkeit. Lehrreich ist auch die Stelle 4. Mose 6, 23 ff., wo den Priestern mit dem Auftrag, den Segen über das Volk zu sprechen, zugleich die Zusicherung gegeben wird, die von ihnen Gesegneten sollen in Wahrheit gesegnet sein. Das gibt dem priesterlichen Segen Kraft und Bedeutung, dass er nicht sowohl eines Menschen als Gottes Sache ist; denn wie der Priester beim Opfern Christus vorbildete, so war er, wenn er das Volk segnete, nichts anderes als der bevollmächtigte Gesandte des höchsten Gottes. Ebendahin gehört es, wenn von Jesus berichtet wird (Luk. 24, 50): er hob die Hände auf und segnete die Jünger. Dieses Aufheben der Hände war eine deutliche Anlehnung an den hohepriesterlichen Brauch; Jesus stellt sich damit als den dar, durch welchen Gott der Vater uns segnet. So müssen wir nun auch die gegenwärtige Stelle des Briefes verstehen. Die priesterliche Segnung als Tat göttlicher Wirkung kommt nur dem Höhergestellten zu. Wenn also Abraham, mit dem doch Gott den Heilsbund geschlossen hat und der darum über allen anderen steht, von Melchisedek gesegnet worden ist, und zwar nicht eigenmächtig, sondern nach priesterlichem Rechte, so ist Melchisedek der eine, der auch den Abraham überragt.

V. 8. Dem bezeugt wird, dass er lebe. Eine solche Bezeugung sieht der Apostel, wie schon früher bemerkt, darin, dass nichts von seinem Tode gesagt wird. In einem anderen Fall zwar hätte solches Stillschweigen nichts zu bedeuten. Bei Melchisedek aber darf, sofern er als Vorbild auf Christus in Betracht kommt, mit Recht darauf Gewicht gelegt werden. Es handelt sich ja hier um Christi königliches Priestertum nach dem Geist. Da soll nicht menschlichen Vermutungen der Platz eingeräumt werden über das hinaus, was wir in der Schrift bezeugt finden. Kindisch ist aber auch die Deutung einiger, als ob jener Mensch Melchisedek, der dem Abraham entgegenging, noch jetzt lebe; denn dieses Wort gilt dem Melchisedek nur insofern, als sich in ihm das Amt eines anderen, nämlich des Sohnes Gottes, darstellt. Dem Apostel ist es darum zu tun, die priesterliche Würde des Melchisedek als eine bleibende hervorzuheben im Gegensatz zum levitischen, vergänglichen Priestertum. Sind nämlich die, denen das Gesetz die Zehnten zuerkennt, sterbliche Menschen, so war damit schon angedeutet, dass ihr priesterliches Recht einmal aufhören musste, gleichwie ihrem Leben ein Ziel gesetzt war. Bei Melchisedek dagegen sagt die Schrift nichts von seinem Tode, während sie berichtet, dass ihm der Zehnte entrichtet worden sei; sein Priestertum ist daher nicht auf eine bestimmte Zeit beschränkt, sondern darf nach der Schrift als ewig dauernd angesehen werden. Das beizufügen war nötig, damit man nicht denke, das nachfolgende Gesetz habe das frühere Recht, wie es sonst der Fall ist, aufgehoben. Dem Einwand, als sei jenes priesterliche Recht, das Melchisedek einst empfangen hatte, nunmehr hinfällig geworden, weil Gott es durch die mosaische Gesetzgebung auf die Leviten übertragen habe, begegnet der Apostel mit dem Hinweis darauf, dass den Leviten der Zehnte nur für eine gewisse Zeit entrichtet wurde, da sie nicht immer lebten, Melchisedek dagegen als der nicht dem Tode Verfallene bis zuletzt das behalte, was Gott ihm einmal anvertraut hat.

V. 9. Es ist auch Levi verzehntet. Noch weiter geht der Apostel, wenn er sagt, dass nicht einmal Levi selbst, der damals in den Lenden des Vaters war, sich dieser Unterordnung unter das Priestertum des Melchisedek haben entziehen können, da ja Abraham durch die Abgabe des Zehnten sich mitsamt seinen Nachkommen ihm unterworfen habe. Man könnte dagegen einwenden, dass dann ebenso gut Juda, aus dessen Geschlecht Christus hervorgegangen ist, als verzehntet zu betrachten wäre. Allein hier ist zweierlei zu erwägen, das unter Christen nicht sollte zu reden geben. Einmal ist Christus nicht einfach in eine Reihe mit allen Nachkommen Abrahams zu stellen, sondern nimmt eine unvergleichliche Stellung ein. Das spricht er selber aus mit dem Wort (Mt. 22, 42 f.): „Wenn er Davids Sohn ist, wie nennt ihn denn David seinen Herrn?“ Es geht also nicht an, was von Levi gilt, ohne weiteres auf Christus anzuwenden. Sodann aber wäre es schon darum widersinnig, Christus gleichsam in Gegensatz zu Melchisedek zu bringen, weil Melchisedek gerade als Vorbild auf Christus in Betracht kommt.

Fünf Punkte sind es, in denen sich die sorgfältige und eingehende Vergleichung zwischen Melchisedek und Christus erschöpft: der Name des Mannes, der Sitz seiner Herrschaft, die ewige Bedeutung seines Lebens, das Recht der Entgegennahme des Zehnten und die segnende Handlung. Damit fällt die Meinung derer, die die hauptsächlichste Ähnlichkeit in der Darbringung von Brot und Wein sehen wollen, als haltlos dahin. Sollte der heilige Geist da, wo er mit überlegtem Vorsatz von diesem Gegenstand spricht, etwas so Wichtiges aus Versehen übergangen und dafür bei Dingen von geringerer Bedeutung verweilt haben? Dieser Irrtum hängt mit dem anderen zusammen, wonach man mit dem christlichen Abendmahl ohne irgendwelche biblische Berechtigung die Vorstellung eines immer wiederholten Opfers verbunden hat. Will man in jener Darbringung einen geistlichen Sinn finden, so kann es nur der sein, dass Christus uns, die Schmachtenden und Mühseligen, erquicken will.

V. 11. Ist nun die Vollkommenheit usw. Aus der gleichen Stelle des 110. Psalms geht hervor, dass durch Christi Kommen der alte Bund hinfällig geworden ist. Die bisherigen Ausführungen bezogen sich auf die rein persönliche Stellung des Priesters. Nun aber bildet das Priestertum die feste Stütze des Gesetzes, wie überhaupt jeder Bund zwischen Gott und Menschen durch priesterliches Dazwischentreten volle Gültigkeit erlangt. Mit dem alttestamentlichen Priestertum musste daher auch das Gesetz stehen und fallen. Wenn die Gemeinde Gottes unter Aarons Priesterstand den Zustand der Vollkommenheit dargestellt hätte, wozu hätte es dann einer Änderung der Ordnung bedurft? Am Vollkommenen gibt es doch nichts zu ändern. Aus der Aufrichtung einer neuen Ordnung, von der David spricht, folgt daher die Unvollkommenheit der Verhältnisse unter dem Gesetz.

Denn unter demselbigen hat das Volk das Gesetz empfangen. Diese Zwischenbemerkung soll uns darauf aufmerksam machen, wie eng Priestertum und Gesetz miteinander verbunden waren. Dem Apostel liegt es daran, zu zeigen, dass wir nicht beim Gesetz Moses als beim letzten Ziel verweilen dürfen. Er tut es durch den Hinweis auf die Aufhebung des Priestertums, an dessen Stelle Gott ein neues, andersgeartetes treten ließ. Da man nun darüber im Zweifel sein könnte, ob das Aufhören des Priestertums notwendig die Hinfälligkeit des Gesetzes nach sich ziehe, wird beigefügt, das Gesetz sei unter dem levitischen Priestertum gegeben worden, was nicht nur sagen will: der Zeit nach treffen Priestertum und Gesetz zusammen, sondern: das Gesetz habe im Priestertum seinen Halt und seine Stütze gehabt.

V. 12. Wo das Priestertum verändert wird usw. Bei der engen Zusammengehörigkeit von Gesetz und Priestertum kommt Christus neben der Eigenschaft als Priester auch die des Gesetzgebers zu. Er ist nicht nur in die Rechte Aarons, sondern zugleich in die des Mose eingetreten. War Aarons Amt vergänglich, so nicht weniger das des Mose, und beide mussten bei Christi Kommen dahinfallen, weil eins ohne das andere nicht bestehen konnte. Wenn von der Hinfälligkeit des Gesetzes gesprochen wird, so bezieht sich dies jedoch nur auf einen Teil des Gesetzes, der mit dem alttestamentlichen Priesterdienst verflochten war. Nur in dieser Hinsicht wird Christus dem Mose gegenübergestellt; was dagegen beiden gemeinsam ist, ihr Dienst als Boten des göttlichen Erbarmens, ihre Weisungen, wie wir fromm und heilig leben sollen und wie Gott wahrhaft zu verehren sei, ihre Mahnungen zum Glauben, zur Standhaftigkeit und jedem frommen Werk, das alles kommt hier nicht in Betracht. Darin aber besteht der Unterschied zwischen Mose und Christus, dass jener das Volk wie unter einer Hülle in Dunkelheit hielt, weil das helle Licht des Evangeliums noch nicht aufgegangen war; dass er bloß in äußerlichen Zeichen und allgemeinen Umrissen andeutete, was Christus in Wirklichkeit gebracht hat; dass er überhaupt, in Anpassung an das unentwickelte Verständnis des jüdischen Volkes, nicht über die ersten Anfänge hinausging. Diese Seite des Gesetzes musste, weil ans alte Priestertum gebunden, zugleich mit diesem ein Ende nehmen. Dementsprechend erhält nun Christus mit dem Amt eines Priesters auch das Ansehen und die Macht eines Gesetzgebers im Dienst des neuen Bundes, wiewohl fürs Evangelium der Name Gesetz eigentlich nicht passt. Aber diese Freiheit des Ausdrucks hat nichts Anstößiges, sondern dient hier, wie Röm. 7, zur anschaulichen Gegenüberstellung von Altem und Neuem.

V. 13. Denn von dem solches gesagt ist usw. Dass die alte Priesterordnung aufgehoben ist, ergibt sich für die Leser des Briefes aus ihrem Bekenntnis zu Jesus, dem Sohn der Maria, als dem Messias. Dieser neue Priester war ja auch einem anderen Stamm als dem des Levi, der nach dem Gesetz allein das Vorrecht besaß, die Priesterwürde zu verwalten. Es ist offenbar, heißt es sodann, dass Christus aus dem Stamm Juda hervorgegangen ist. Dies war wirklich damals allgemein bekannt, wenn auch die Gewissheit hierüber vorzüglich auf die Verheißung gegründet war. Jesus als den Christ anerkennen hieß zugleich davon überzeugt sein, dass er Davids Sohn sei. Anderer Herkunft konnte der Verheißene nicht sein.

V. 15. Und es ist noch klarer usw. Auf eine neue Art begründet der Apostel die Aufhebung des Gesetzes. War bisher von der Person des Priesters die Rede, so stützt sich jetzt der Beweis auf die Beschaffenheit des Priestertums und die Art und Weise seiner Einsetzung. Der alttestamentliche Priester wurde durch äußerliche Gebräuche in sein Amt eingesetzt; das Priestertum Christi dagegen ist durch und durch geistlicher Art. Daraus erklärt sich die Wandelbarkeit und Vergänglichkeit jenes alten Priestertums, wie umgekehrt die beständige Fortdauer des Priestertums Christi.

V. 16. Unter dem fleischlichen Gebot sind die äußerlichen Zeremonien zu verstehen. Es ist bekannt, unter was für Feierlichkeiten die Priesterweihe Aarons und seiner Söhne vollzogen wurde. Da waren Öl, mancherlei Gewänder, Besprengung mit Blut und anderes mehr als bedeutungsvolle Zeichen dessen, was sich bei Christus durch das verborgene, göttliche Wirken des Geistes erfüllt hat. Das entsprach völlig der Art jenes Priestertums, welches eben damit als der Veränderlichkeit unterworfen kenntlich gemacht wird. Fleischlich war es freilich nicht in dem Sinn, dass ihm nicht auch eine geistliche Bedeutung zukam. Das werden wir später noch sehen; hier aber spricht der Apostel im Hinblick darauf, worin sich Aaron von Christus unterscheidet.

Nach der Kraft des unendlichen Lebens. Christus als der ewige Priester musste sich schon in der Art seiner Einsetzung von Aaron unterscheiden. Nicht Mose, nicht ein sterblicher Mensch hat ihn zum Priester geweiht, sondern der heilige Geist, und zwar nicht mit Öl, nicht mit dem Blut von Böcken, nicht mit äußerer Kleiderpracht, sondern mit der Kraft von oben. Diese wird hier den schwachen, ohnmächtigen Mitteln des Gesetzes gegenübergestellt.

V. 17. Du bist ein Priester ewiglich. Hier liegt auf dem Worte „ewig“ aller Nachdruck; es bestätigt, was soeben vom unendlichen Leben gesagt wurde. Darin, dass Christus ewiglich zum Priester eingesetzt ist, liegt der Unterschied zwischen ihm und dem ganzen Geschlecht levitischer Priester.

V. 18. Damit wird das vorige Gebot aufgehoben. Dass das Gesetz zugleich mit dem Priestertum aufgehört hat, ist der Hauptgedanke dieses ganzen Abschnittes. Hier wird der Grund genannt, warum das Gesetz aufgehoben werden musste: es war schwach und nutzlos. Dies gilt bezüglich der Zeremonien; sie hatten in sich keinen Dauerbestand, keine Kraft zur Erlösung. Wenn ihnen die Gnadenverheißung beigefügt war, wenn das Gesetz allenthalben von einer Versöhnung Gottes, von einer Tilgung der Sünden durch Darbringung von Opfern spricht, so lag dies nicht im Opfer selbst, sondern rührte anderswoher. Auf Christus wiesen alle jene Vorbilder hin; von ihm nahmen sie ihre Kraft und Wirkung. Von sich aus konnten und vermochten sie nichts; alles lag an Christus und nur an ihm. Losgelöst von ihm bleibt ihnen nur die Schwachheit, von der hier die Rede ist. Wohlgemerkt also, nur insofern wird das Gesetz nutzlos genannt, als es ohne Christus in Betracht kommt. Der hier ausgesprochene Gedanke wird auch dadurch noch bekräftigt, dass das Gesetz „das vorigen Gebot“ genannt wird. Nach allgemeiner Auffassung werden ja die früheren Gesetze durch die nachfolgenden aufgehoben. Das lange vor David verkündigte Gesetz bestand noch zu Recht, als er jene Weissagung von der Einsetzung eines neuen Priesters aussprach. Hier haben wir also ein neues Gesetz, das das frühere aufhebt.

V. 19. Denn das Gesetz usw. Hiermit wird das etwas harte Urteil über das Gesetz gemildert und gleichsam berichtigt. Ein gewisser Nutzen wird ihm eingeräumt: es hat auf den Weg hingewiesen, der zum Heil führt, aber von der Vollkommenheit war es selber noch weit entfernt. Es hat den Elementarunterricht erteilt, der auf die höhere Stufe vorbereitete. Die Kinder Gottes sollen aber nicht beständig bei den Anfängen stehen bleiben.

Zu jener besseren Hoffnung, die sich im Reich Christi erfüllt, wurden schon die Väter hingeleitet. Bei dem, was ihnen gegeben war, konnten sie sich so wenig befriedigt fühlen, dass sie vielmehr sehnsüchtig in die Ferne schauten. Man denke an das Wort (Luk. 10, 24): Viel Propheten und Könige wollten sehen, das ihr seht. Sie wurden also unter der Zucht es Gesetzes dahin geführt, dass sie nach Höherem strebten.

Durch welche wir zu Gott nahen. Hierin besteht für uns der Vorzug vor den Vätern. Diesen hat sich Gott nur von fern und im Verborgenen offenbart, während er jetzt mit uns vertraulich verkehrt. Man wird erinnert an die Bauart der Stiftshütte oder des Tempels: das Volk war im Vorhof draußen; der Eingang ins Heilige stand niemand anders offen als den Priestern, und nur der Hohepriester betrat das Allerheiligste. Jetzt ist das Heiligtum erschlossen, und Gott gibt sich uns ganz väterlich zu erkennen, was nicht möglich war, so lange die Hütte bestand. Wer auch jetzt noch die Schattenbilder des Gesetzes aufrecht erhalten will, verdunkelt daher nicht bloß Christi Herrlichkeit, sondern bringt uns um eine unschätzbare Wohltat, weil er zwischen uns und Gott eine Scheidewand aufrichtet, während uns durch das Evangelium die Freiheit gegeben ist, ihm zu nahen. Wer gleichwohl am Gesetz festhält, beraubt sich wissentlich der Nähe Gottes.

V. 20. Nicht ohne Eid. Auch aus dem Grund muss das Gesetz dem Evangelium weichen, weil Gott zur Bekräftigung des Priestertums Christi einen Eid gesprochen hat. Dadurch hat er sein Priestertum über das des Aaron erhoben; denn bei der Einsetzung der alttestamentlichen Priester lesen wir nichts von einem Eid. Von Christus dagegen gilt das Wort: Gott hat geschworen, was ohne Zweifel zu seiner Auszeichnung geschah. Die Wiederholung der Psalmworte soll uns recht zum Bewusstsein bringen, dass dem Priestertum Christi infolge dieses Eidschwures größere Würde zukomme als irgendeinem andern. Nach göttlichem Grundsatz ist der Priester Ausrichter, d. h. Bürge des Bundes. Mithin muss auch der Bund, den Gott durch Christus mit uns geschlossen hat, weit herrlicher sein als der alte, mosaische Bund.

V. 23. Und jener sind viel. Schon früher hat der Apostel diesen Punkt berührt (V. 8), um nachzuweisen, dass das alte Priestertum einmal aufhören müsse, da es von sterblichen Menschen verwaltet wird. Hier geht er näher darauf ein; er will dartun, warum Christus in Ewigkeit Priester bleibe. Dort bedingte der Tod eine Mehrheit von Priestern, hier kann kein Tod Christus an seinem Priesterdienst hindern. So ist er der eine und ewige Priester.

V. 25. Daher er auch selig machen kann. Das ist die Frucht seines ewigen Priestertums: unser Heil, sofern wir diese Frucht gläubig annehmen. Wo Hinfälligkeit und Wechsel stattfinden, sucht man das Heil vergebens; wer also am alten Priestertum festhält, kommt nie zum Heil.

Die zu Gott kommen. Damit sind die Gläubigen bezeichnet; sie allein haben teil am Heil in Christus. In diesem Ausdruck liegt aber zugleich auch ein Fingerzeig, was der Gläubige von seinem Versöhner erwarten soll: das, was des Menschen höchstes Gut ist, Gemeinschaft mit Gott, dem Quell des Lebens und aller guten Gaben. Durch die eigene Unwürdigkeit ist jeder von dieser Gemeinschaft ausgeschlossen. Uns sie zu verschaffen, uns die Hand zu reichen, um uns in den Himmel zu führen, das ist das eigentliche Amt des Mittlers. Auch hier haben wir eine Anspielung an die Vorbilder des Gesetzes. Der Hohepriester nämlich trug, wenn er ins Heiligtum ging, die Namen und Abbilder der zwölf Stämme auf Schulter und Brust, während das Volk selbst im Vorhof zurückblieb. Wir aber gelangen im Glauben bis in den Himmel, indem wir uns auf Christus, unsern Mittler, stützen. Kein Vorhang mehr ist uns im Wege, Gott offenbart sich uns frei und lädt uns liebreich ein, ihm vertrauend zu nahen.

Er lebet immerdar und bittet für sie. Welch herrliches Pfand seiner Liebe zu uns, dass Christus nicht für sich selber lebt! Dass er in die selige Ewigkeit aufgenommen ist, um im Himmel zu herrschen, das ist um unsertwillen geschehen. Christi Leben, Herrschaft und Herrlichkeit zielen auf unser Heil ab; was immer bei Christus zu finden ist, das dürfen wir uns zueignen. Denn dazu ist er uns einmal vom Vater geschenkt, dass alles, was sein ist, unser sei. Durch solche von ihm ausgehende Wirkung erweist sich Christus als rechten Priester; ist es doch Sache des Priesters, dem Volk, für das er eintritt, bei Gott Gnade zu verschaffen. Das tut Christus immerdar; dazu ist er von den Toten auferstanden. Mit Recht trägt er um solch ununterbrochenen Dienstes willen den Priesternamen.

V. 26. Einen solchen Hohepriester usw. Gerecht, unschuldig und rein von jedem Makel, das sind die Eigenschaften, die vom Priester verlangt werden. Nur Christus verdient solche ehrenden Bezeichnungen. Den Priestern unter dem Gesetz ging das ab, was zur wahren Ausrichtung ihres Dienstes erforderlich war. Nicht beim levitischen Priestertum ist die Vollkommenheit vorhanden; seine Berechtigung sogar lag nicht in ihm selber, sondern darin, dass es Christi Amt vorbereitete. Schon die Amtstracht des Hohenpriesters ließ den Mangel erkennen. Was anders waren jene kostbaren und herrlichen Kleider, die Gott dem Priester für den Dienst im Heiligtum vorschrieb, als vorbildliche Zeichen einer alle menschliche Tugendhaftigkeit weit überragenden Heiligkeit und Vortrefflichkeit? Diese Zeichen waren notwendig, weil das, was sie bedeuteten, noch nicht Wirklichkeit geworden war. Christus allein ist der Priester, dessen wir bedürfen.

In zusammenfassender Weise schließt sich an das vorige an: von den Sündern abgesondert. Eine gewisse Heiligkeit, Unschuld und Reinheit waren in bescheidenem Maße auch Aaron eigen; aber daneben fehlte es nicht an mannigfachen Flecken. Christus dagegen steht außerhalb gewöhnlicher Menschenart und ist der einzige, der völlig rein von Sünde ist. Wahre Heiligkeit und Unschuld finden sich nur bei ihm. Abgesondert von uns wird er genannt, nicht als ob er uns aus seiner Gemeinschaft ausschlösse, sondern weil er das vor uns voraushat, völlig frei zu sein von jeder Befleckung. Merken wir also: jede Anrufung Gottes, die sich nicht auf Christi Fürsprache gründet, wird zurückgewiesen. In Bezug auf die Engel könnte man fragen, ob sie, die ja auch von den Sündern abgesondert sind, uns nicht auch priesterlich vor Gott vertreten könnten. Darauf lässt sich leicht antworten. Wer nicht durch göttlichen Befehl dazu eingesetzt ist, kann niemals rechtmäßiger Priester sein. Ein solches Amt hat Gott den Engeln nirgends übertragen. Auch musste, wie wir gleich nachher am Anfang des nächsten Kapitels sehen werden, der Versöhner zwischen Gott und Menschen selber Mensch sein. Die Frage wird übrigens hinreichend beantwortet durch die Eigenschaft, die der Apostel zuletzt noch unserm Hohenpriester zuschreibt. Mit Gott kann uns nur vereinigen, wer zu Gott hinanreicht. Dies kommt auch den Engeln nicht zu, da wir nirgends von ihnen lesen, dass sie höher denn der Himmel wären. Uns mit Gott zu versöhnen ist daher einzig Christi Werk, eben weil er über alle Himmel hinaufgestiegen ist. Er steht über allen Stufen der Kreatürlichkeit, so dass er auch über die Engel emporragt.

V. 27. Dem nicht täglich not wäre usw. Die Gegenüberstellung von Christus und den levitischen Priestern führt den Apostel zu zwei weiteren Mängeln des alten Priestertums, aus denen hervorgeht, dass es nicht in allen Teilen vollständig und vollkommen war. Beide Gedanken werden später ausführlich behandelt, besonders was den zweiten, den eigentlichen Streitpunkt betrifft: die täglichen Opfer. Der eine Mangel bestand darin, dass der Hohepriester für eigene Sünden Opfer darbrachte. Wie hätte er da andere mit Gott versöhnen können, dessen Zorn er mit Recht gegen sich selbst gerichtet fühlte? Die zweie Unvollkommenheit lag in der täglichen Darbringung verschiedener Opfer. Eine rechte Sühne war das nicht; denn wo die Reinigung wiederholt wird, bleiben die Sünden. Anders ist es bei Christus. Er bedarf für sich selber keines Opfers, weil an ihm kein Schatten von Sünde ist. Und sein Opfer war derart, dass die einmalige Darbringung ihren Wert behält bis ans Ende der Welt: sich selbst hat er geopfert.

V. 28. Denn das Gesetz macht Menschen usw. Die Hinfälligkeit des Priestertums hat ihren Grund in den Menschen und ihren Gebrechen. Weil das Gesetz die wahren Priester nicht schaffen konnte, muss der Schaden anderswoher gut gemacht werden. Das geschieht durch jenes Wort des Eides. Christus wird zu seinem Amt berufen nicht als einer, der mit den Menschen auf gleicher Stufe steht, sondern als der Sohn Gottes, dem kein Gebrechen anhaftet, der vielmehr angetan und geschmückt ist mit höchster Vollkommenheit. Hier wieder erinnert der Apostel daran, dass der Eid später als das Gesetz gegeben sei, und will damit zeigen, dass Gott, nicht zufrieden mit dem alten Priestertum, etwas Besseres habe herbeiführen wollen. Bei Gottes Veranstaltungen soll das Frühere, das nur eine Zeitlang zu bleiben bestimmt war, durch das Spätere berichtigt oder aufgehoben werden.

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