Gerok, Karl von – Andachten zum Psalter - Psalm 141.
(1) Ein Psalm Davids. Herr, ich rufe zu dir; eile zu mir, vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe. (2) Mein Gebet müsse vor dir taugen, wie ein Rauchopfer, meiner Hände Aufheben, wie ein Abendopfer. (3) Herr, behüte meinen Mund, und bewahre meine Lippen. (4) Neige mein Herz nicht auf etwas Böses, ein gottloses Wesen zu führen mit den Übeltätern, dass ich nicht esse von dem, das ihnen geliebt. (5) Der Gerechte schlage mich freundlich, und strafe mich; das wird mir so wohl tun, als ein Balsam auf meinem Haupt; denn ich bete stets, dass sie mir nicht Schaden tun. (6) Ihre Lehrer müssen gestürzt werden über einen Fels; so wird man dann meine Lehre hören, dass sie lieblich sei. (7) Unsere Gebeine sind zerstreut bis zur Hölle, `wie einer das Land zerreißt und zerwühlt. (8) Denn auf dich, Herr Herr, sehen meine Augen; ich traue auf dich, verstoße meine Seele nicht. (9) Bewahre mich vor dem Strick, den sie mir gelegt haben, und vor der Falle der Übeltäter. (10) Die Gottlosen müssen in ihr eigen Net fallen mit einander, ich aber immer vorübergehen.
Dieser Psalm wurde in der altgriechischen Kirche, wie der Kirchenvater Chrysostomus erwähnt, gewöhnlich des Abends gebetet, um die Sünden und Übertretungen des Tages damit abzubitten. Er ist ja so recht herausgebetet aus einem demütigen und zerschlagenen, aus einem mühseligen und beladenen Herzen, wie man's oft abends mitbringt aus dem Gedränge der Tagesarbeit, aus allerlei widrigen Berührungen und feindseligen Begegnungen der Welt; wo es dann der Seele doppelt nottut, doppelt wohltut, im Gebete sich zu sammeln, prüfend mit sich selbst ins Gericht zu gehen und über das Gewühl und Getreibe der Erde, über die Schwachheit des eigenen Fleisches und Blutes im Gebet sich emporzuschwingen zu dem, dessen Gnade und Treue der Abendstern uns so tröstlich verkündet und von dem wir wissen:
Auch in stiller Nächte Stunden hat dich manches Herz gefunden,
Und sich aus dem Lärm der Welt einsam bei dir eingestellt.
So sei er denn uns willkommen, unser Psalm, auch in dieser Abendstunde. Wir vernehmen darin und lernen daraus: Das demütige Gebet einer gläubigen Seele unter den Anfechtungen der argen Welt.
Im Eingang, V. 1 und 2, stimmt David gleichsam sein Saitenspiel und bittet Gott, er wolle sein nachfolgendes Gebet sich in Gnaden gefallen lassen.
V. 1: „Herr, ich rufe zu dir; eile zu mir; vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe.“ Das heißt mit andern Worten, wie eins unserer Lieder beginnt: - „Herr höre, Herr erhöre.“ Wir wissen freilich wohl, der Allgegenwärtige ist nicht ferne von einem jeglichen unter uns, denn in ihm leben, weben und sind wir. Aber im Gedräng von mancherlei Sorgen und Anfechtungen, da ist's uns doch oft, als wäre der Herr ferne, ferne von uns gewichen, hätte sich verborgen weit hinter den letzten Sternen und wir müssten ihm erst wieder rufen: Eile zu mir, komm mir zu Hilfe, gib mir deine gnadenreiche Gegenwart wieder kund. Wohl ist uns gesagt: Euer himmlischer Vater weiß alles, des ihr bedürft; aber wenn uns das Herz recht voll und schwer und beladen ist mit allerlei Bekümmernissen und Anliegen, dann ist uns doch, als müssten wir uns von Gott noch besonders ein gnädiges Gehör erbitten und zu ihm flehen: „Vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe.“ Freilich muss auch das Gebet danach beschaffen sein, damit es der Herr im Himmel mit Wohlgefallen könne vernehmen. Daher die weitere Bitte:
V. 2: „Mein Gebet müsse vor dir taugen wie ein Räuchopfer, meiner Hände Aufheben wie ein Abendopfer.“ Das Räuchopfer, das auf dem prächtigen Räuchaltar im Heiligtum jeden Morgen und jeden Abend angezündet ward, und das Speisopfer, das namentlich jeden Abend auf dem Brandaltar im Vorhof dargebracht ward und daher hier Abendopfer heißt, waren die köstlichsten, wohlriechendsten und lieblichsten Opfer, denn es waren unblutige Opfer, bei denen kein Tier geschlachtet, kein Fleisch verbrannt wurde, sondern nur Weihrauch und köstliche Spezereien, wozu beim Speisopfer auch noch etwas Mehl und Salz kam. Darum geben dieses Räuchopfer und Speis- oder Abendopfer ein besonders schönes Bild und Gleichnis ab für ein frommes, gottgefälliges Gebet. Gleichwie jeden Morgen und jeden Abend das Räuchopfer emporstieg zum Herrn, so soll auch das Räuchwerk unseres Gebets jeden Morgen und jeden Abend brennen auf dem Altar unseres Herzens. Wie kein Fleisch und Blut in dieses Räuchopfer kommen durfte, so soll auch in einem gottwohlgefälligen Gebet nicht Fleisch und Blut vor Gott kommen, nicht sinnliche Triebe, sündliche Wünsche, wilde Leidenschaften der Begier, des Zornes und dergleichen sollen sich drein mischen. Wie allerlei köstliche Spezereien und edle Gewürze dem Räuchopfer seinen süßen Wohlgeruch gaben, so sind die besten Spezereien, die wir im Gebet vor Gottes Gnadenthron steigen lassen, dem Herrn zu einem süßen Geruch: Glaube, Liebe, Hoffnung, Geduld, Sanftmut und Demut. Wie das Räuchwerk musste auf glühende Kohlen gelegt und vom Feuer des Altars entzündet werden, damit es seine Düfte entwickelte und in schöner Säule gen Himmel stieg, so muss auf dem Herzensaltar die Glut heiliger Andacht brennen, damit unser Gebet als ein gottwohlgefälliges Opfer könne gen Himmel steigen. Meine Lieben, bringen wir wohl auch allezeit solche liebliche Räuchopfer vor den Herrn; von unsern Dächern und Kaminen steigt wohl alle Abend der Rauch unserer Speisen gen Himmel, aber steigt auch jeden Abend das Räuchwerk des Gebetes empor aus unsern Häusern und Herzen? Und wenn wir auch beten: ist's nicht oft, als lägen nur tote Kohlen, nur kalte Asche, nur nasses Holz auf unserem Herzensaltar, dass das Feuer der Andacht nicht brennen, dass die Rauchsäule des Gebets nicht gen Himmel steigen will, dass es nur tote Worte sind, nur kaltes Lippenwerk, was wir vor Gottes Angesicht bringen? Und ist's nicht ein andermal wieder der trübe Dampf irdischer Begierden, der stinkende Qualm fleischlicher Leidenschaft, der sich einmischt in unser Gebet, dass wir Bitten und Wünsche bringen vor den Thron des allein Heiligen, die nichts vor ihm taugen? O da tut's uns allen recht not, mit David zu beten: „Hilf, mein Gott, dass mein Gebet vor dir tauge wie ein Räuchopfer; meiner Hände Aufheben die Alten hoben nämlich im Gebet die ausgebreiteten Hände gen Himmel statt dass wir sie auf der Brust falten meiner Hände Aufheben wie ein Abendopfer.“ Da tut es recht not, zu bitten zum Hohepriester, wie's im Liede heißt:
Jesu, hilf beten, ach bleibe mir günstig,
Tilge die Unlust und wecke mich auf;
Mache mich munter, andächtig und brünstig,
Bringe das Wirken des Glaubens in Lauf;
Mache mein Räuchwerk durch deine Hand steigen,
Lass dein begleitendes Fürwort nicht schweigen.
Und nun nach solchem Eingang lässt David sein Räuchopfer steigen, bringt vor Gott das demütige Gebet einer gläubigen Seele unter den Anfechtungen der argen Welt. Recht demütig lautet da:
Seine erste Bitte, V. 3. 4: „Herr, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen. Neige mein Herz nicht auf etwas Böses, ein gottlos Wesen zu führen mit den Übeltätern, dass ich nicht esse von dem, das ihnen geliebt.“ Das erste, was er erfleht von Gott, das ist, dass er ihn selber möchte bewahren vor dem Argen, dass er ihn nicht möge in Sünd und Schande fallen lassen unter den Anfechtungen der argen Welt. Nicht über die Bosheit seiner Feinde klagt er zuerst, sondern vor allem bedenkt er die Schwachheit seines eigenen Herzens. Nicht seiner Unschuld rühmt er sich vor dem Herrn, sondern weit eher gleicht sein Gebet dem Zöllnerseufzer: Gott sei mir Sünder gnädig. Heißt ja auch unser Herr und Heiland uns täglich beten in dieser argen Welt: Führe uns nicht in Versuchung; und wir bitten in diesem Gebet, dass uns Gott wolle behüten und erhalten, auf dass uns der Teufel, die Welt und unser eigen Fleisch nicht betrüge und verführe in Misstrauen, Unglauben, Verzweiflung und andere große Schand und Laster, und ob wir damit angefochten würden, dass wir doch endlich gewinnen und den Sieg erhalten. Da haben wir auch Ursache, mit David zu bitten vor allem:
„Herr, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen.“ Wohl ist's schön, sich selber es vorzusehen, wie David im 39. Psalm: „Ich habe mir vorgesetzt, ich will mich hüten, dass ich nicht sündige mit meiner Zunge; ich will meinen Mund zäumen, weil ich muss den Gottlosen so vor mir sehen.“ Aber wer die eigne Schwachheit schon erfahren, wer die Zunge kennt, dieses unruhige Übel voll tödlichen Giftes, wer es weiß, wie schwer es ist, auch in keinem Wort zu fehlen, wie bald ein Wort gesprochen ist, das man hintennach bereuen muss ein Zornwort oder ein Lügenwort oder ein Spottwort oder ein Schandwort, - o der wird gewiss mit David beten: „Herr, behüte du selber meinen Mund und bewahre meine Lippen.“
Hilf, dass ich rede stets, womit ich kann bestehen,
Lass kein unnützes Wort aus meinem Munde gehen,
Und wenn in meinem Amt ich reden soll und muss,
So gib den Worten Kraft und Nachdruck ohn' Verdruss.
Aber wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.
Darum, damit der Mund behütet werde, die weitere Bitte:
„Neige mein Herz nicht auf etwas Böses“; lass in meinem Herzensgrund nicht aufkommen arge Gedanken, sondern reinige mein Herz von bösen Lüsten, von unreinen Begierden, von sündlichen Neigungen durch deinen Heiligen Geist. O, meine Lieben, lasst uns das nie vergessen; das Herz ist der Herd alles Bösen, aus dem Herzen kommen hervor arge Gedanken. Mit reinen Händen ist's noch nicht getan, an reinen Lippen ist's noch nicht genug vor dem Herzenskündiger. Und je mehr Versuchung es gibt von außen und innen, umso mehr haben wir Ursache, täglich zu beten: Schaff in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen gewissen Geist. „Neige mein Herz nicht auf etwas Böses, ein gottlos Wesen zu führen mit den Übeltätern,“ mich gleichzustellen der argen Welt; „dass ich nicht esse von dem, das ihnen geliebt“; dass ich mich nicht verführen lasse, nach der verbotenen Frucht zu greifen; dass ich mich nicht verlocken lasse von den Lockspeisen und Leckerbissen der Welt. Es gibt ja so vielerlei Lockspeisen und Leckerbissen, wodurch oft auch eine bessere Seele gefangen wird und hängen bleibt, wie das Vögelein an der Leimrute, wie das Fischlein an der Angel: Menschengunst und Weltehre, Genuss und Vergnügen, Reichtum und Vermögen, Kunst sogar und Wissenschaft kann zu einer Lockspeise werden, wodurch man von Gott abgezogen und auf Sündenwege geführt werden kann, daher immer wieder auch bei redlichen Christen die Mahnung angelegt ist, zu verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste und züchtig, gerecht und gottselig zu leben in dieser Welt, und immer wieder am Platz die demütige Bitte:
Ach Gott, verlass mich nicht, regiere du mein Wallen,
Ach lass mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen;
Gib mir den guten Geist, gib Glaubenszuversicht,
Sei meine Stärk und Kraft, ach Gott, verlass mich nicht!
Damit er nun aber nicht in Sünd und Schande falle, so bringt David gar schön: Eine zweite Bitte vor um brüderliche Zurechtweisung,
V. 5: „Der Gerechte schlage mich freundlich und strafe mich; das wird mir so wohltun als Balsam auf meinem Haupt; denn ich bete stets, dass sie mir nicht Schaden tun.“ Dass es unserem David ernst war mit dieser Bitte; dass er, obwohl ein großer König, dennoch brüderliche Zurechtweisung, sanftmütige Bestrafung im Namen Gottes zu ertragen und zu benützen wusste, das hat er gezeigt, als der Prophet Nathan zu ihm kam nach seiner Sünde mit Bathseba und als der Prophet Gad ihn zur Rede stellte nach der übermütigen Volkszählung. Und in Wahrheit, so bitter uns boshafte Verleumdung und ungerechte Beschuldigung schmeckt aus dem Munde der Bösen, so gern und dankbar sollten wir eine brüderliche Zurechtweisung, eine sanftmütige Bestrafung annehmen aus dem Munde redlicher Freunde. Ja, wenn ein Christ es recht bedenkt, welchen Segen er davon hat, sagt der alte Frisch zu dieser Stelle, so sollte er seinen Nächsten auf den Knien drum bitten, dass er doch solche Lieb an ihm und seiner Seele erweisen möge; sollte den Vater im Himmel selber bitten: Ach, lieber Gott, wir böse Kinder können ja der Züchtigung niemals entbehren, dieweil wir täglich sündigen. Wenn du mich nun zurecht willst weisen, so schicke mir einen Gerechten, der es gut mit mir meine, der mich aus Liebe strafe zu meiner Besserung; geht's schon nicht ohne Empfindlichkeit meines Fleisches ab, es schadet ihm nichts; ich will gern meinem Bestrafer noch drum danken und Gott für ihn bitten, dass er sich seiner auch erbarmen wolle in der Not. Das lass ich mir einen edlen Sinn und Mut sein, den du dir, liebe Seele, auch musst angewöhnen. Ja, hast du dir, liebe Seele, diesen edlen, sanften, demütigen Sinn schon angewöhnt? Kannst du die Wahrheit hören? Kannst du dir etwas sagen lassen? Kannst du eine Zurechtweisung ertragen? Hältst du nicht gar zu gern den sogleich für deinen Feind, der dich auf einen Fehler aufmerksam macht - und er meint's doch vielleicht redlich? Klagst du nicht so gern über Lästerung und Verleumdung und meinst, man habe das Schmutzwasser ungerechter Beschimpfung über dich ausgegossen und es ist doch nur die Lauge der Wahrheit, dadurch du willig dich waschen lassen und die dir wohltun und wohlbekommen sollte wie Balsam auf deinem Haupt, deinen Verstand zu öffnen, dein Gedächtnis für Gottes Gebote zu schärfen, dein Herz zu erweichen und zu Gott zu lenken? Ja, meine Lieben, beides will gelernt sein und in beidem haben wir noch viel zu lernen: in der aufrichtigen Liebe, die durch sanftmütige Bestrafung des Nächsten Besserung sucht, und in der herzlichen Demut, die sich sagen lässt und die Wahrheit vertragen kann und sich über ihre Fehler kindlich beugt vor Gott und Menschen. Dann erst, wenn wir so uns selber strafen lassen, haben wir auch ein Recht zu Davids Dritter Bitte: um Bestrafung der Bösen. Die bringt er vor
V. 6: „Ihre Lehrer müssen gestürzt werden über einen Fels,“ oder auch vielleicht: müssen am Felsen (am Felsen der Wahrheit) zerschellen; „so wird man dann meine Lehre hören, dass sie lieblich sei;“ so wird es sich zeigen, dass mein Glaube der wahre, mein Weg der rechte sei. Und noch V. 10: „Die Gottlosen müssen in ihr eigen Netz fallen miteinander.“ Zweierlei, meine Lieben, dürfen wir, wie schon früher erinnert worden, nicht vergessen, wenn wir dann und wann in den Psalmen solchen Verwünschungen der Feinde begegnen: einmal, dass der noch nicht erschienen war, dessen Gebot lautet: Liebt eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen. Dann aber, dass der Psalmist sich bewusst war: meine Sache ist auch Gottes Sache, und soll Gottes Reich siegen, so müssen die Widersacher unterliegen, damit offenbar werde, mein Gott sei der lebendige, mein Glaube sei der wahre, mein Weg sei der rechte. Und so ist es auch hier nicht persönlicher Hass, sondern Eifer um des Herrn Haus, der aus Davids Bitte um Bestrafung der Bösen spricht; denn dass er persönlich vergeben könne, dass er großmütig denken, edel handeln könne auch an Feinden, das hat der königliche Psalmist, der Mann nach Gottes Herzen, an einem Saul, Simei, Absalon mehr als einmal gezeigt. Umso getroster darf er auch Seine vierte und letzte Bitte vorbringen bei den Anfechtungen der bösen Welt, die Bitte um Aushilfe aus aller Not, wie sie sich ausspricht V. 7. 8. 9.
V. 7 ertönt die Klage über die Not und Bedrängnis. Wie einer das Land aufwühlt und Furchen zieht in der Erde, so sind unsere Leiber aufgerissen und unsere Gebeine gleichsam schon zerstreut und dem Tode preisgegeben. Aber aus tiefer Not erfolgt V. 8 der gläubige Aufblick zum Herrn und V. 9 die zuversichtliche Bitte um Bewahrung vor dem Strick, um Erlösung aus der Not. Wir haben einen Gott, der da hilft, und einen Herrn Herrn, der vom Tode errettet; ja das ist und bleibt der gläubigen Seele letzter Trost bei den Anfechtungen der argen Welt. Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? Jede Not soll uns nur näher zu ihm hinführen in Buße, Glauben, Hoffnung und Gehorsam, und aus aller Not will er die Seinen endlich selig erlösen und mit Gnaden zu sich nehmen in seinen Himmel.
Ei so fass, o Christenherz, alle deine Schmerzen,
Wirf sie fröhlich hinterwärts! Lass des Trostes Kerzen
Dich erleuchten mehr und mehr! Gib dem großen Namen
Deines Gottes Preis und Ehr: Er wird helfen!
Amen.