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Ps. 13,1

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Ps. 13,1

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Andachten

Musste nicht Jesus so jammern, als seine Leiden gar kein Ende nehmen wollten? Unschuldig warst Du, o Herr, und doch ließ Pilatus Dich nicht los, sondern begnügte sich damit, Wasser zu nehmen, seine Hände zu waschen und zu sprechen: Ich bin unschuldig an dem Blute dieses Gerechten; da denn das Volk mit lauter Stimme ruft: „Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!“ Ach mein Heiland, ich kann nicht sagen, dass ich unschuldig sei an Deinem Blute; nein, ich bin schuldig daran, meine Sünden haben es Dir im Ölgarten ausgepresst, sie waren die Peitschen, die Dich bis aufs Blut gegeißelt: die Henker, die Dich gequält; die Dornen, die Dich gestochen; das Marterzeug, das Dich gekreuzigt. Ich bin schuldig geworden an Deinem Blute, da ich meine Seele, welche Du bei der heiligen Taufe in demselben gewaschen, wieder durch mutwillige Sünden befleckt; ja, durch jede Unterlassungs- und Begehungssünde habe ich mich in Deinem Blute schuldig gemacht. Ach, mein Erbarmer, ich erkenne und bekenne meine Schuld, rufe aber mit bußfertigem und glaubensdurstigem Herzen: Dein Blut komme über mich, nicht zum Fluch, sondern zum Segen und zu meiner Reinigung. In Dein Blut muss ich meine nackte Seele verhüllen, darum komme Dein Blut über mich zu meinem Kleide. Mit Deinem blute muss ich meine hässliche Seele schmücken und zieren, darum komme Dein Blut über mich zu meinem Schmuck. Mit Deinem Blute muss ich meine hungrige und durstige Seele speisen, tränken und laben, darum komme es über mich zu meiner Sättigung und Erquickung. Dein Blut muss meine Wunden heilen als die beste Salbe in Gilead, so komme dasselbe über mich zu meinem Heilbalsam. Soll ich in Sünden Toter wieder zu dem geistlichen Leben, das aus Gott ist, gelangen, so muss Dein Blut mich beleben. Ja, soll ich ein Mitgenosse des frohen, ewigen Lebens werden, so muss ich es um Deines Blutes willen erbitten und erlangen. Kurz, Herr Jesu, Dein Blut komme über uns und über unsere Kinder zu dem Endzweck, wozu Du es vergossen. Amen. (Friedrich Arndt)

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