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Amos - Kapitel 5

Amos - Kapitel 5

(Leander van Eß)

Die Israeliten werden ermahnt, ihre verkehrte Lebensweise zu verlassen, und sich zur Tugend, und zu Gott zu wenden.

1 Höret diesen Ausspruch, den ich über euch thue, es ist ein Klaglied, Haus Israels!
2 Gefallen ist, stehet nicht wieder auf die Jungfrau Israels; hingestürzt ist sie auf ihren Boden, und Niemand hebt sie auf.
3 Denn so spricht der Herr Jehova: Die Stadt, aus welcher Tausend zogen, wird nur Hundert übrig haben; und die, aus welcher Hundert zogen, wird nur Zehn übrig haben im Hause Israels.
4 Denn so spricht Jehova zum Hause Israels: Suchet mich, und ihr werdet leben!
5 Und suchet nicht Bethel, und gehet nicht nach Gilgal, und wandert nicht nach Beerseba; denn Gilgal wird in die Verbannung wandern, und Bethel zunichten werden.
6 Suchet Jehova, und ihr werdet leben, daß er nicht etwa überfalle wie ein Feuer Joseph's Haus, und es verzehre, und Niemand lösche zu Bethel;
7 ihr, die ihr das Recht in Wermuth kehret, und die Gerechtigkeit zu Boden stoßet!
8 Er ist's, der das Siebengestirn, und den Orion erschuf, und in Tag die Nacht verwandelt, und in Nacht den Tag umkehret; der des Meeres Wasser ruft, und sie auf der Erde Fläche gießt; Jehova ist sein Name.
9 Er ist's, der Untergang aufgehen lässet über den Mächtigen, und über eine Festung kommt Zerstörung.
10 Sie hassen den, der im Thore richtet, und verabscheuen den, welcher, was wahr ist, spricht.
11 Darum, weil ihr den Armen niedertretet, und zum Geschenk Getreide von ihm nehmet, möget ihr zwar Häuser aus Quadersteinen bauen, sollet sie aber nicht bewohnen; möget ihr zwar köstliche Weinberge pflanzen, sollet aber ihren Wein nicht trinken.
12 Denn ich weiß, daß viel sind eure Missethaten, und zahlreich eure Sünden, ihr, die ihr dränget den Gerechten, Geschenke nehmet; und das Recht der Armen im Thore beuget!
13 Darum schweigt der Kluge zu dieser Zeit; denn eine böse Zeit ist es.
14 Suchet das Gute, und nicht das Böse, damit ihr lebet; und es wird Jehova, des Weltalls Gott, mit euch seyn, wie ihr saget.
15 Hasset das Böse, und liebet das Gute, und sichert das Recht im Thore! Vielleicht erbarmet sich Jehova, des Weltalls Gott, über Joseph's Rest.
16 Darum spricht der Herr Jehova, des Weltalls Gott, also: Auf allen Plätzen wird Klaggeschrei seyn, und auf allen Gassen wird man sagen: Wehe, wehe! und man wird den Ackersmann zur Trauer rufen, und zum Klaglied die Kundigen des Klaggesangs.
17 Auch in allen Weinbergen wird Jammer seyn; weil ich durch deine Mitte gehen werde, spricht Jehova.
18 Wehe euch, die ihr den Tag Jehova's heranwünschet! was soll er euch, der Tag Jehova's? Er ist ein Tag der Finsterniß, und nicht des Lichts.
19 Es ist, wie wenn Jemand vor einem Löwen fliehet, und ihm ein Bär begegnet; oder wie wenn Jemand in das Haus kommt, und sich mit seiner Hand an die Wand lehnet, und ihn eine Schlange beißt.
20 Ist nicht der Tag Jehova's ein Tag der Finsterniß, und nicht des Lichts, und ein dunkler Tag, an dem kein Lichtglanz ist?
21 Ich hasse, ich verwerfe eure Feste, und habe kein Gefallen an euren Festversammlungen.
22 Wenn ihr mir auch Brandopfer bringet; ich mag nicht eure Gaben, und blicke nicht auf das Opfer eures Mastviehes.
23 Laß weg von mir deiner Lieder Lärm, und das Getön deiner Harfen mag ich nicht hören!
24 Vielmehr wälze sich das Recht daher wie Wasser, und die Gerechtigkeit gleich einem Bach, der nie versiegt.
25 Habet ihr Opfer und Gaben mir gebracht die vierzig Jahre in der Wüste, Haus Israels?
26 Vielmehr truget ihr die Hütte eures Molochs, und Kijun, euer Götzenbild, den Stern eures Gottes, den ihr euch selbst gemacht.
27 Darum lasse ich euch wandern bis jenseits von Damaskus, spricht Jehova, Gott des Weltalls ist sein Name.

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