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2 Könige - Kapitel 22

2 Könige - Kapitel 22

(Leander van Eß)

Josia läßt den Tempel wieder ausbessern, wobei Hilkia, der Hohepriester, das Gesetzbuch findet. Er läßt über die darin enthaltenen Drohungen die Prophetin Hulda befragen, welche sagt, daß sie bei seiner Lebenszeit nicht eintreffen würden.

1 Acht Jahre alt war Josia, als er König wurde, und ein und dreißig Jahre herrschete er zu Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Jedida, die Tochter Adaja's, von Bazekath.
2 Und er that, was recht war in den Augen Jehova's, und wandelte auf allen Wegen Davids, seines Vaters, und wich nicht davon weder zur Rechten noch zur Linken.
3 Und es geschah im achtzehnten Jahre des Königs Josia, da sandte der König Saphan, den Sohn Azalja's, des Sohnes Meschüllams, den Schreiber, in's Haus Jehova's, und sprach:
4 Gehe hinauf zu Hilkia, dem Hohenpriester, daß er das Geld zusammennehme, welches in das Haus Jehova's gebracht worden ist, welches die Thürhüter vom Volke gesammelt haben;
5 und daß man es auf die Hand der Werkleute gebe, welche die Aufsicht haben über das Haus Jehova's, und daß diese es den Werkleuten geben, welche (die Arbeit verrichten) am Hause Jehova's, um die Risse des Hauses auszubessern,
6 den Zimmerleuten, und den Bauleuten, und den Maurern, und um Holz zu kaufen, und gehauene Steine, um das Haus auszubessern.
7 Doch soll man nicht mit ihnen rechnen über das Geld, das auf ihre Hand gegeben wird, sondern sie sollen auf Glauben handeln.
8 Und es sprach Hilkia, der Hohepriester, zu Saphan, dem Schreiber: Das Gesetzbuch hab' ich gefunden im Hause Jehova's! Und Hilkia gab das Buch Saphan, und er las es.
9 Und Saphan, der Schreiber, ging zum Könige, und gab dem Könige Nachricht, und sprach: Deine Knechte haben das Geld ausgeschüttet, das sich im Hause fand, und es auf die Hand der Werkleute gegeben, welche die Aufsicht haben über das Haus Jehova's.
10 Saphan, der Schreiber, machte auch dem Könige die Anzeige, und sprach: Ein Buch hat mir Hilkia, der Priester, gegeben. Und Saphan las es vor dem Könige.
11 Und es geschah, als der König die Worte des Gesetzbuches hörte, zerriß er seine Kleider.
12 Hierauf gebot der König Hilkia, dem Priester, und Ahikam, dem Sohne Saphans, und Achbor, dem Sohne Michaja's, und Saphan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knechte des Königs, und sprach:
13 Gehet, fraget Jehova für mich, und für das Volk, und für ganz Juda, über die Worte dieses Buches, welches gefunden worden; denn groß ist der Grimm Jehova's, der sich über uns entzündet hat, weil unsere Väter nicht gehört haben auf die Worte dieses Buches, zu thun nach Allem, was uns vorgeschrieben ist.
14 Da gingen Hilkia, der Priester, und Ahikam, und Achbor, und Saphan, und Asaja zu Hulda, der Prophetin, dem Weibe Sallums, des Sohnes Thikva's, des Sohnes Harhas, des Kleiderhüters; und sie wohnte zu Jerusalem, im zweiten Stadttheil, und sie redeten zu ihr.
15 Und sie sprach zu ihnen: So spricht Jehova, der Gott Israels: Saget dem Manne, der euch zu mir gesandt hat:
16 So spricht Jehova: Siehe! ich will Unglück bringen über diesen Ort, und über seine Bewohner, alle Worte des Buches, das der König von Juda gelesen hat,
17 weil sie mich verlassen, und andern Göttern geräuchert haben, um mich zu reizen durch alle Werke ihrer Hände; und mein Grimm hat sich entzündet über diesen Ort, und wird nicht gelöscht werden.
18 Aber zu dem Könige von Juda, der euch gesandt hat, Jehova zu fragen, sollet ihr also sprechen: So spricht Jehova, der Gott Israels, in Betreff der Worte, die du gehört hast:
19 Weil dein Herz erweicht worden ist, und du dich gedemüthigt hast vor Jehova, als du hörtest, was ich geredet wider diesen Ort, und wider seine Bewohner, daß sie zur Verwüstung, und zum Fluche seyn sollten, und weil du deine Kleider zerrissen, und geweint hast vor mir; darum habe auch ich dich gehört, spricht Jehova.
20 Darum siehe! ich will dich sammeln zu deinen Vätern, und du sollst gesammelt werden in dein Grab im Frieden, und deine Augen sollen nicht sehen all das Unglück, welches ich bringen werde über diesen Ort. Und sie brachten dem Könige Antwort.

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