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 Und noch mehr, du wirst es auch 3) erfahren, dass auf jenem Wege die Huld des Allmächtigen ihre Vergeltungen ausschüttet; denn nicht nur gibt sie schöner zurück, was sie eine Zeitlang dir entreißt und versagt, sondern sie fügt auch aus der Fülle ihrer Seligkeiten Neues und Herrliches hinzu in überströmendem Maße. Mit dem Austritte aus Gethsemane schieden von Christus die letzten, frohen Erdenstunden, welche er gelebt: aber schon winken, schon rufen ihm die Freuden der Vollendung, der Auferstehung, der himmlischen Heimat; an seinem Kreuze zerrissen die sichtbaren Bande der Zärtlichkeit, der Liebe, der Freundschaft, die an seine Mutter, an seine Jünger ihn fesselten, aber nur um desto himmlischer, um unvergänglich zu werden, um in der Ewigkeit noch inniger, noch herrlicher den Heiligen zu verbinden mit seinen Geliebten. Auf Golgatha endet das eigentliche sichtbare Wirken des Herrn auf Erden, aber nur auf dass er jetzt unsichtbar, vom Throne des Vaters herab, ohne Leiden, in Macht und Majestät seinen Jüngern beistehe, den Geist ihnen sende, seine Kirche gründe und schütze, und die Menschheit immer mehr zu einer Herde, zu einer Verehrung Gottes im Geist und in der Wahrheit leite. Der Weg zum Kreuz war für Christus der Weg zur Vergeltung, deren Palmen schon von weitem ihre Kühlung, ihren Frieden ihm zuwehten, und ihn erquickten. Der Weg des Kreuzes, den du mein Bruder gehen sollst, um Christo nachzufolgen, wird auch dir ein Weg unerwarteter überschwänglicher Vergeltung sein, wenn du ihn betrittst, von Liebe begeistert: wenn du dich nicht abschrecken lässt durch das Dunkel, das seinen Eingang umlagert. Freilich, du wirst entsagen müssen mancher Freude, manchem Genusse, manchem Gute, das sonst dein Herz erfreute, aber harre nur aus in der Entbehrung, und bald wirst du sehen, dass gerade diese Entsagung in deinem gereinigten Herzen eine Stätte bereitet hat der höheren himmlischen Freude, dem Frieden und der Ruhe der Seele, dem Genuss der unvergänglichen Schätze des heiligen Geistes. Freilich, du wirst schweren Kampf auf dem Kreuzeswege zu bestehen, manchen herzzerreißenden Schmerz zu erdulden haben, aber harre nur aus in Kampf und in Schmerz, und bald wirst du sehen, wie dieser Schmerz deine Seele geheiligt, gottesähnlicher und gottesseliger gemacht, wie jener Kampf deine Kraft gestählt, und deinen Geist erhoben und verherrlicht hat. Freilich! es trennt auch dein Kreuz dich oft von denen, die deine Seele liebt, aber harre nur aus in der Trennung, und siehe, wenn sie dir wieder zugeführt werden, sei es hier unten oder dort oben: so wirst du finden, dass eben diese Trennung deine Liebe reiner, geistiger, himmlischer, und eben deswegen unauflöslicher und beseligender gemacht hat. Darum meine Brüder, nur getrost ihn betreten den Weg des Kreuzes, dem Heilande nach zu unserm Gotte hin. Die Liebe wird uns begeistern, die Kraft des Allmächtigen uns stärken, und die Huld des Unendlichen auf uns, wenn wir treu sind bis an den Tod, überschütten mit ihren Vergeltungen. Und noch mehr, du wirst es auch 3) erfahren, dass auf jenem Wege die Huld des Allmächtigen ihre Vergeltungen ausschüttet; denn nicht nur gibt sie schöner zurück, was sie eine Zeitlang dir entreißt und versagt, sondern sie fügt auch aus der Fülle ihrer Seligkeiten Neues und Herrliches hinzu in überströmendem Maße. Mit dem Austritte aus Gethsemane schieden von Christus die letzten, frohen Erdenstunden, welche er gelebt: aber schon winken, schon rufen ihm die Freuden der Vollendung, der Auferstehung, der himmlischen Heimat; an seinem Kreuze zerrissen die sichtbaren Bande der Zärtlichkeit, der Liebe, der Freundschaft, die an seine Mutter, an seine Jünger ihn fesselten, aber nur um desto himmlischer, um unvergänglich zu werden, um in der Ewigkeit noch inniger, noch herrlicher den Heiligen zu verbinden mit seinen Geliebten. Auf Golgatha endet das eigentliche sichtbare Wirken des Herrn auf Erden, aber nur auf dass er jetzt unsichtbar, vom Throne des Vaters herab, ohne Leiden, in Macht und Majestät seinen Jüngern beistehe, den Geist ihnen sende, seine Kirche gründe und schütze, und die Menschheit immer mehr zu einer Herde, zu einer Verehrung Gottes im Geist und in der Wahrheit leite. Der Weg zum Kreuz war für Christus der Weg zur Vergeltung, deren Palmen schon von weitem ihre Kühlung, ihren Frieden ihm zuwehten, und ihn erquickten. Der Weg des Kreuzes, den du mein Bruder gehen sollst, um Christo nachzufolgen, wird auch dir ein Weg unerwarteter überschwänglicher Vergeltung sein, wenn du ihn betrittst, von Liebe begeistert: wenn du dich nicht abschrecken lässt durch das Dunkel, das seinen Eingang umlagert. Freilich, du wirst entsagen müssen mancher Freude, manchem Genusse, manchem Gute, das sonst dein Herz erfreute, aber harre nur aus in der Entbehrung, und bald wirst du sehen, dass gerade diese Entsagung in deinem gereinigten Herzen eine Stätte bereitet hat der höheren himmlischen Freude, dem Frieden und der Ruhe der Seele, dem Genuss der unvergänglichen Schätze des heiligen Geistes. Freilich, du wirst schweren Kampf auf dem Kreuzeswege zu bestehen, manchen herzzerreißenden Schmerz zu erdulden haben, aber harre nur aus in Kampf und in Schmerz, und bald wirst du sehen, wie dieser Schmerz deine Seele geheiligt, gottesähnlicher und gottesseliger gemacht, wie jener Kampf deine Kraft gestählt, und deinen Geist erhoben und verherrlicht hat. Freilich! es trennt auch dein Kreuz dich oft von denen, die deine Seele liebt, aber harre nur aus in der Trennung, und siehe, wenn sie dir wieder zugeführt werden, sei es hier unten oder dort oben: so wirst du finden, dass eben diese Trennung deine Liebe reiner, geistiger, himmlischer, und eben deswegen unauflöslicher und beseligender gemacht hat. Darum meine Brüder, nur getrost ihn betreten den Weg des Kreuzes, dem Heilande nach zu unserm Gotte hin. Die Liebe wird uns begeistern, die Kraft des Allmächtigen uns stärken, und die Huld des Unendlichen auf uns, wenn wir treu sind bis an den Tod, überschütten mit ihren Vergeltungen.
-{{tag>Palmsonntag Joh_19}}+{{tag>Palmarum Joh_19}}