Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen der Seite angezeigt.
| autoren:b:blumhardt_d_a:blumhardt-5._buch_mose [] – created - external edit 127.0.0.1 | autoren:b:blumhardt_d_a:blumhardt-5._buch_mose [] (aktuell) – aj | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 5: | Zeile 5: | ||
| **“HErr, HErr! Du hast angehoben, zu erzeigen Deinem Knecht Deine Herrlichkeit und Deine starke Hand.“ ** | **“HErr, HErr! Du hast angehoben, zu erzeigen Deinem Knecht Deine Herrlichkeit und Deine starke Hand.“ ** | ||
| - | Mose erzählte in dem letzten Monate seines Lebens noch einmal dem Volke, was mit ihm von Ägypten an vorgehangen sei. Hierbei kommt er auch an den Aufruhr des Volks, als es sich vor Kanaan und dessen Einwohnern so sehr fürchtete. Da erzählte er, wie er zu selbiger Zeit habe beten müssen, | + | Mose erzählte in dem letzten Monate seines Lebens noch einmal dem Volke, was mit ihm von Ägypten an vorgehangen sei. Hierbei kommt er auch an den Aufruhr des Volks, als es sich vor Kanaan und dessen Einwohnern so sehr fürchtete. Da erzählte er, wie er zu selbiger Zeit habe beten müssen, |
| Der Glaube darf es, so zu sagen, von Ihm fordern; und wie es Mose im Glauben forderte, so wurde es denn auch. Wie viel gibt uns das Trost und Zuversicht! | Der Glaube darf es, so zu sagen, von Ihm fordern; und wie es Mose im Glauben forderte, so wurde es denn auch. Wie viel gibt uns das Trost und Zuversicht! | ||
| - | **Zusatz**: Das ist etwas, das wir auf uns zu unsrem Trost vielfältig anwenden können, namentlich in Sachen Seines Reiches. Wir dürfen uns auf vorhin empfangene Gnaden berufen und zum HErrn sagen: „Soll denn das alles umsonst sein, was Du getan hast? Sollen wir gar andern Leuten zum Gespött werden, | + | **Zusatz**: Das ist etwas, das wir auf uns zu unsrem Trost vielfältig anwenden können, namentlich in Sachen Seines Reiches. Wir dürfen uns auf vorhin empfangene Gnaden berufen und zum HErrn sagen: „Soll denn das alles umsonst sein, was Du getan hast? Sollen wir gar andern Leuten zum Gespött werden, |
| **Mel. O Gottes Sohn HErr JEsu.** | **Mel. O Gottes Sohn HErr JEsu.** | ||
| Zeile 16: | Zeile 16: | ||
| In den Versuchungsstunden. \\ | In den Versuchungsstunden. \\ | ||
| Eil', JEsu, Deinen Streitern zu, \\ | Eil', JEsu, Deinen Streitern zu, \\ | ||
| - | Bis daß sie überwunden. \\ | + | Bis dass sie überwunden. \\ |
| Du Geist der Wahrheit und der Kraft, \\ | Du Geist der Wahrheit und der Kraft, \\ | ||
| Bewahre Christi Jüngerschaft \\ | Bewahre Christi Jüngerschaft \\ | ||
| Zeile 25: | Zeile 25: | ||
| „**Wo ist so ein herrlich Volk, zu dem Götter also nahe sich tun als der HErr, unser Gott, sooft wir Ihn anrufen? | „**Wo ist so ein herrlich Volk, zu dem Götter also nahe sich tun als der HErr, unser Gott, sooft wir Ihn anrufen? | ||
| - | Es war allerdings etwas besonders Großes, Wichtiges und Einziges in Israel, | + | Es war allerdings etwas besonders Großes, Wichtiges und Einziges in Israel, |
| Nahe machte sich der HErr durch Erhörungen aller Art, durch Wohltun der Gemüter, insbesondere beim hohenpriesterlichen Segen, den man im Tempel empfing, und nahe kam Er unter den Beobachtungen der gottesdienstlichen Ordnungen und Anstalten. Wer in den Tempel kam, konnte etwas zur Beruhigung seines Herzens und zum Trost finden wie eine Hanna, die nach der Unterredung mit dem Hohenpriester Eli so getröstet von dannen ging. Leicht war es einem Israeliten, die Nähe seines Gottes zu empfinden, wo er Ihn auch anrief, wie uns namentlich die Psalmen lehren können. | Nahe machte sich der HErr durch Erhörungen aller Art, durch Wohltun der Gemüter, insbesondere beim hohenpriesterlichen Segen, den man im Tempel empfing, und nahe kam Er unter den Beobachtungen der gottesdienstlichen Ordnungen und Anstalten. Wer in den Tempel kam, konnte etwas zur Beruhigung seines Herzens und zum Trost finden wie eine Hanna, die nach der Unterredung mit dem Hohenpriester Eli so getröstet von dannen ging. Leicht war es einem Israeliten, die Nähe seines Gottes zu empfinden, wo er Ihn auch anrief, wie uns namentlich die Psalmen lehren können. | ||
| - | Der HErr gab sich aber auch persönlicher in Israel den Anrufenden kund; und wenn es auch durch Engel geschah, war es immer der HErr, und nur Er. Er ließ sich förmlich fragen und erteilte Rat und Antwort, sooft man's bedurfte. So bekam auch David auf seiner Flucht vor Saul vermittelst des priesterlichen Leibrocks - denn gewisse Formen, unter denen sich Gott bezeigte, waren da notwendig - öfters Rat und Aufschluß. Mose insbesondere konnte zu jeder Stunde den HErrn fragen und bekam in allen schwierigen Sachen Auskunft. Auch Josua konnte so mit Gott reden. Später blieb' | + | Der HErr gab sich aber auch persönlicher in Israel den Anrufenden kund; und wenn es auch durch Engel geschah, war es immer der HErr, und nur Er. Er ließ sich förmlich fragen und erteilte Rat und Antwort, sooft man's bedurfte. So bekam auch David auf seiner Flucht vor Saul vermittelst des priesterlichen Leibrocks - denn gewisse Formen, unter denen sich Gott bezeigte, waren da notwendig - öfters Rat und Aufschluss. Mose insbesondere konnte zu jeder Stunde den HErrn fragen und bekam in allen schwierigen Sachen Auskunft. Auch Josua konnte so mit Gott reden. Später blieb' |
| - | Was aber Israel einst hatte, sollte im Neuen Bunde viel völliger werden, wie schon die Verheißungen anzeigen, besonders die Verheißungen des Heiligen Geistes, der als Lehrer, Tröster und Führer allen Gliedern der Gemeine zukommen sollte. Alle sollten von Gott gelehrt sein, unter Seinem unmittelbaren | + | Was aber Israel einst hatte, sollte im Neuen Bunde viel völliger werden, wie schon die Verheißungen anzeigen, besonders die Verheißungen des Heiligen Geistes, der als Lehrer, Tröster und Führer allen Gliedern der Gemeine zukommen sollte. Alle sollten von Gott gelehrt sein, unter Seinem unmittelbaren |
| - | Wohl sind wir nach und nach in eine arme Zeit hineingekommen und mögen mehr die Empfindung Seiner Ferne als Seiner Nähe haben. Aber noch hat Er sich nicht Seinen Kindern so verborgen, | + | Wohl sind wir nach und nach in eine arme Zeit hineingekommen und mögen mehr die Empfindung Seiner Ferne als Seiner Nähe haben. Aber noch hat Er sich nicht Seinen Kindern so verborgen, |
| Wohl sehnen wir uns nach völligeren Bezeigungen des HErrn, wie sie vormals waren; und sie mögen auch, wenn es Zeit ist, wiederkehren. | Wohl sehnen wir uns nach völligeren Bezeigungen des HErrn, wie sie vormals waren; und sie mögen auch, wenn es Zeit ist, wiederkehren. | ||
| - | Aber würden wir das, was wir haben, nur treuer benützen und würden wir kindlicher glauben: wir könnten' | + | Aber würden wir das, was wir haben, nur treuer benützen und würden wir kindlicher glauben: wir könnten' |
| ===== 5. Mose 26,18. ===== | ===== 5. Mose 26,18. ===== | ||
| - | „**Der HErr hat dir heute geredet, | + | „**Der HErr hat dir heute geredet, |
| Mose spricht in den letzten Tagen seines Lebens mit dem Volke und sagt es ihm noch einmal mit väterlichem Tone, wie hoch begnadigt es sei. | Mose spricht in den letzten Tagen seines Lebens mit dem Volke und sagt es ihm noch einmal mit väterlichem Tone, wie hoch begnadigt es sei. | ||
| - | Gottes eigenes Volk solle es sein, wie der HErr selber sage. So nennt der HErr das Volk vor allen andern Völkern, weil Er nur mit ihm reden konnte. Alle andern Völker waren unzugänglich. Wenn Gott sich ihnen auch bezeigen wollte, so konnte Er doch keinen Grund bei ihnen legen; und es lief bei ihnen alles immer wieder auf nichts hinaus, so daß keine Gemeinschaft zwischen ihnen und Ihm entstand. Erst mit Abraham und seinem Samen, soweit er im Glauben stand, konnte Gott auf dauernde Weise reden. Und in den Nachkommen blieb die Richtung zu Gott, der Glaube an Seine persönliche Offenbarung so tief gewurzelt, | + | Gottes eigenes Volk solle es sein, wie der HErr selber sage. So nennt der HErr das Volk vor allen andern Völkern, weil Er nur mit ihm reden konnte. Alle andern Völker waren unzugänglich. Wenn Gott sich ihnen auch bezeigen wollte, so konnte Er doch keinen Grund bei ihnen legen; und es lief bei ihnen alles immer wieder auf nichts hinaus, so dass keine Gemeinschaft zwischen ihnen und Ihm entstand. Erst mit Abraham und seinem Samen, soweit er im Glauben stand, konnte Gott auf dauernde Weise reden. Und in den Nachkommen blieb die Richtung zu Gott, der Glaube an Seine persönliche Offenbarung so tief gewurzelt, |
| Merken wir's daher: Wer Ihn hört, mit wem Er reden kann, und wer auf Seine Stimme und Gebote achtet, wie unser Spruch andeutet, der ist Sein Eigentum, bei dem fühlt Er sich zu Hause! | Merken wir's daher: Wer Ihn hört, mit wem Er reden kann, und wer auf Seine Stimme und Gebote achtet, wie unser Spruch andeutet, der ist Sein Eigentum, bei dem fühlt Er sich zu Hause! | ||
| - | Es darf uns also nicht befremden, | + | Es darf uns also nicht befremden, |
| - | Indessen hat Gott schon durch die Annahme Israels Sorge dafür getragen, | + | Indessen hat Gott schon durch die Annahme Israels Sorge dafür getragen, |
| // Zusatz „Beruf des Volkes Gottes“ // | // Zusatz „Beruf des Volkes Gottes“ // | ||
| - | Unser Spruch sagt aber auch noch, wozu Israel das Eigentum des HErrn sein sollte: nämlich dazu, daß es alle Seine Gebote hielte. Nur weil es willig war, nicht nur im Glauben den Führungen des HErrn zu folgen, sondern auch Seine Gebote anzunehmen, die auf Sinai ihm gegeben wurden, konnte Er es Sein Eigentum nennen; und nun sollten sie die Gebote auch halten. Die Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes sollte einen Ausdruck finden im Volke und in seinen Einrichtungen, | + | Unser Spruch sagt aber auch noch, wozu Israel das Eigentum des HErrn sein sollte: nämlich dazu, dass es alle Seine Gebote hielte. Nur weil es willig war, nicht nur im Glauben den Führungen des HErrn zu folgen, sondern auch Seine Gebote anzunehmen, die auf Sinai ihm gegeben wurden, konnte Er es Sein Eigentum nennen; und nun sollten sie die Gebote auch halten. Die Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes sollte einen Ausdruck finden im Volke und in seinen Einrichtungen, |
| - | Wer also auch von uns in vollem Sinne Gottes Eigentum sein will, bedenke, was von ihm gefordert wird: Er soll wandeln in den Geboten Gottes, des Glaubens und der Liebe; er soll, wenn es bei ihm fehlt, es mit seiner Buße - wie sie sich einst in den Opfern kundtat - zu erkennen geben, wie gerne er ein Täter des Wortes Gottes wäre. So sagt auch Petrus (1. Petr. 2, 9), wir, die Christen, seien fortan „das auserwählte Geschlecht, das Volk des Eigentums, | + | Wer also auch von uns in vollem Sinne Gottes Eigentum sein will, bedenke, was von ihm gefordert wird: Er soll wandeln in den Geboten Gottes, des Glaubens und der Liebe; er soll, wenn es bei ihm fehlt, es mit seiner Buße - wie sie sich einst in den Opfern kundtat - zu erkennen geben, wie gerne er ein Täter des Wortes Gottes wäre. So sagt auch Petrus (1. Petr. 2, 9), wir, die Christen, seien fortan „das auserwählte Geschlecht, das Volk des Eigentums, |
| Wie deutlich ist's uns doch gesagt, wie wir Sein eigen werden können! Möchten wir's täglich bedenken! | Wie deutlich ist's uns doch gesagt, wie wir Sein eigen werden können! Möchten wir's täglich bedenken! | ||