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Tersteegen, Gerhard – Briefe in Auswahl – Die Gemeinschaft im Geiste tröstet und stärkt auf dem Wege unserer Pilgerfahrt.

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In Jesus herzlich geliebter Bruder und geliebte Schwester!

Ich fühle mich gedrungen, Euch noch einmal mit eigner Hand, wie mit meinem Herzen, zu grüßen, indem ich innig wünsche, dass der Herr Jesus durch seinen überall gegenwärtigen Geist der Liebe die Begrüßung meines Herzens dem eurigen zubringe in Gnade und Friede.

So oft ich daran denke, danke ich dem HErrn, dass Er uns in dieser fremden Welt so wunderbar und sonderbar in Liebe zusammengeführt hat, damit unsre Gemeinschaft im Geiste uns stärken und trösten möge auf dem Wege unsrer Pilgerfahrt, und wir in Ihm versinken, dessen volle Liebe den kleinen Funken erweckte, an dem sich durch unsre gegenseitige Liebe zu einander seine göttliche Liebe entzündet hat, die unser Leben, unsre Nahrung und unser Ziel ist. Dass mich der HErr wie in seiner Gnade so auch in der gegenseitigen Liebe und Gemeinschaft mit Euch fest erhalten hat, wird Euer Herz, wie ich vertraue, besser fühlen, als meine Feder es auszudrücken vermag; und es war für mich ungemein erquickend, aus Euern beiden Briefen zu ersehen, dass Ihr nicht allein dieses Vertrauen zu mir hegt, sondern auch mich armes Kindlein in Eure Gemeinschaft und Liebe sowie in Eurem Gebet beibehalten wollt und werdet. O, der HErr sei gepriesen und verherrlicht für alles, was Er uns so unverdient in sich und in uns geschenkt hat! Ich hege die Hoffnung, dass wir Ihn bald dafür in der seligen Ewigkeit verherrlichen werden.

Ich lese nie ohne innige Teilnahme, dass die Schwächen und Übel des Alters Euch von Zeit zu Zeit heimsuchen. Auch ich fühle mich diesen Winter sehr schwach durch beständige Flüsse auf den Augen und im Kopf und dergleichen mehr, so dass ich mich zuweilen nur mit Mühe aufrecht erhalte. Nichts desto weniger muss ich mich den ganzen Tag mit der Pflege der Seelen auf die eine oder andere Art beschäftigen. Der Hunger, die Erregung und die Erweckung unter den Menschen hier hält durch Gottes Güte noch an, und einige der Erweckten geben die angenehme Hoffnung, dass ihre Berufung und ihr Hinneigen ziemlich tief eindringt und ernstlich fortschreitet. O! dass es dem HErrn gefallen möchte, tüchtige Arbeiter in seine Ernte zu senden; denn die aus sich selbst hinlaufen, taugen dazu nicht.

O wie kostbar, lieber Bruder und liebe Schwester, sind nicht zur Ruhe, Nahrung und Stärkung die wenigen Augenblicke, die uns der HErr gönnt, um in inniger Untätigkeit und im Frieden bei Ihm zu sitzen, alles loslassend und vergessend, um mit unserm Gott einen Sabbat zu feiern! Er bleibt es ja doch nur allein, der genügt; Er gibt uns ein Leben, eine Kraft und eine Erquickung, welches alles wir nirgends anderswo finden können; Er ist unsre Heimat, unser Vater und Vaterland, wo wir die ewige Ruhe finden, und in dem wir bald ewig ruhen und einander finden werden durch seine Barmherzigkeit. Amen.

Jetzt muss ich für diesmal abbrechen; wir bleiben einander aber im Geiste immer recht nahe, wenn schon unser vergänglicher Staub getrennt ist. Der HErr sei mit Eurem Geist! Er stärke und erquicke Euch in den Gebrechen des Alters. Er laffe alles mitwirken zum Guten, und halte uns fest bis ans Ende, wie Er es auch tun wird!

Ich bleibe Euer

durch die Gnade verbundener schwacher Bruder.

Mülheim, den 30. März 1734.

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