Kögel, Rudolf - Das Vaterunser in elf Predigten ausgelegt - V. - Vierte Bitte.

Kögel, Rudolf - Das Vaterunser in elf Predigten ausgelegt - V. - Vierte Bitte.

Am Erntefeste.

Matth. 6, 11:

Unser täglich Brot gib uns heute.

Der Landmann, liebe Gemeinde, mit dem täglichen Blick auf des Feldes sprießende Frucht und der täglichen Frage nach Regen und Sonnenschein mag lebendiger, wärmer als wir den Augenblick würdigen, wo der letzte garbenbeschwerte Wagen glücklich eingebracht ist und er seine Hände falten kann mit einem: nun danket alle Gott! Allein wir Städter dürfen, wollen doch nicht ohne Erntekranz und Erntesegen sein; auch in unserem Gesangbuch steht das ebengenannte alte köstliche Danklied, auch in unserem Vaterunser die Bitte: unser täglich Brot gib uns heute.

Die vierte Bitte recht beten können heißt auch das Erntefest recht feiern.

Was fordert am Erntefest, was fordert täglich die vierte Bitte von uns?

1) einen Mund, der zu beten sich nicht schämt und zu danken nicht vergisst;
2) eine Hand, die treu ist in der Arbeit und mitteilend in der Liebe.

Der du uns die vierte Bitte ausgestreut hast, hilf du uns Herr täglich ihre Garben sammeln, binden, einbringen.

Amen.

1.

An wen wendet sich das Wörtlein „gib?“ Oder weil unsere Erwerbswege immer mannigfaltiger, die Veranstaltungen zum Anbau der Erde immer ergiebiger, die Sicherungsmittel gegen Gefahr und Nachteil immer allgemeiner geworden, ist deshalb vielleicht das Wörtchen „gib“ zu streichen? Ist's vielleicht nur frommer Überfluss, mitgeschleppter Urväterhausrat, im Grunde Aberglauben, das tägliche Brot als eine Gabe anzusehen und über irdische Mittel hinaus dem Wunder und Geheimnis des Segens seinen heiligen Platz zu wahren? Wohlan, häufe alles Gold in deinen Kasten und stehe geblendet davor, sammle deine Scheuern voll, berechne und befestige jedem möglichen Unfall gegenüber Abwehr um Abwehr - siehe, Krieg und Frieden mit ihrem Gefolge, Wind und Wetter, Mangel und Fruchtbarkeit, Krankheit und Gesundheit und alle des Lebens unberechenbare Wechselfälle - sie sind schließlich nicht in deiner Hand! Dringe ein in die stillgeschäftigen Werkstätten der Natur, suche dir jeden spröden Stoff dienstbar, jede trotzende Kraft mindestens unschädlich zu machen - hinter und über der Kette all dieser Ursachen und Wirkungen steht frei und allgewaltig der persönliche Urheber, steht Gott der Schöpfer Himmels und der Erde, der Vater unseres Herrn Jesu Christi, der uns mit jeder anderen guten und vollkommenen Gabe durch seinen eingeborenen Sohn auch das teure Vaterunser gegeben, der durch jeden neuen Einblick in die Wunder seiner Schöpfung dir nur um so viel näher treten, nur um so anbetungswürdiger werden will! Auch im neunzehnten Jahrhundert nach Christi Geburt wird fortgelten, was im siebenten vor Christi Geburt der Prophet anriet: ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums, sondern wer sich rühmen will, der rühme sich, dass er mich wisse und kenne, dass Ich der Herr bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übet auf Erden, denn Solches gefällt mir, spricht der Herr. Ihm gefällt es, als Vater angerufen zu werden. So gefällt es ihm auch, dass Kinder statt angeblich gebildet und selbstgenugsam ihm den Rücken zu kehren, die leere Hand vertrauend ihm entgegenstrecken: Vater, bitte, gib! Die Anrede: Vater unser, der du bist im Himmel! gehört eben wie zu jeder der sieben, so auch zur vierten Bitte. Matthias Claudius schreibt: „Sieh, wenn ich dies Gebet sprechen will, so denke ich erst an meinen seligen Vater, wie der so gut war und mir so gerne geben mochte. Und dann stell' ich mir die ganze Welt als meines Vaters Haus vor und alle Menschen sind dann in meinen Gedanken meine Brüder und Schwestern und Gott sitzt im Himmel auf einem goldenen Stuhl und hat seine rechte Hand übers Meer und bis ans Ende der Welt ausgestreckt und seine Linke voll Heil und Gutes und die Bergspitzen umher rauchen - und dann fange ich an: Vaterunser, der du bist im Himmel, unser täglich Brot gib uns heute…! Und nun will mich Meister Klügling examinieren und fragen: ob ich wirklich glaube, dass Gott mir auf meine Bitte etwas gewähre, was er ohne meine Bitte mir nicht geschenkt haben würde. Gegenfrage: ob du mit solch einem hölzernen Kinde zufrieden sein würdest, das seinen Vater niemals um etwas bittet und erst einen halben Tag überlegt ob es zu diesem äußersten Mittel greifen soll, oder das nach dem Empfang der erbetenen Gabe sich mit der Grübelei abgibt, ob nicht der Vater am Ende doch ohne die Bitte die Gabe geschenkt haben würde, und so die Bitte sich hätte ersparen lassen!“ Das Gebet gehört bekanntlich weder unter die Zwangssteuern noch unter die unnützen Ausgaben. Das Gebet gehört zu den Opfern, die selige Privilegien sind. Das Vaterunser als ein vom Herrn uns aufgetragenes Gebet ist in eben diesem Auftrage Verheißung. Die Blume täuscht sich nicht, die aus dem finstern Schoß der Erde empor nach dem goldenen Lichte sucht; der Hirsch schreit nicht umsonst nach frischem Wasser; die jungen Raben auf dem Felde rufen nicht umsonst nach Futter, kein Kind Gottes wer es in Buße und Glauben geworden, in Buße und Glauben geblieben - wird die ausgestreckte Hand der vierten Bitte leer zurückziehen, kein Pilger, der zur Ewigkeit zieht, unerhört hienieden um eine Herberge anklopfen und fragen: wo find' ich doch ein Plätzchen für mein Alter, wo eine Laufbahn für meine Kinder?! Und nun, meine Freunde, wie der Kampf der Neuzeit wider die Gottesleugner uns, die wir meinten dem Rationalismus den zweiten Artikel vom Sohne Gottes und von der Erlösung längst abgewonnen zu haben und nachgerade mit unseren Arbeiten mitten im dritten Artikel bei der Kirche zu stehen, daran einerseits gemahnt, dass das Glaubensbekenntnis des Christen ein Ganzes ist, wo ein Glied fort und fort das andere fordert und trägt, dass mithin auch heut nicht minder der erste Artikel noch immer gelernt, erfahren, erstritten werden muss, so will andrerseits die Frage nach der Schöpfung und nach dem täglichen Brot uns Warnung sein, dass wir nicht übergeistlich das Irdische dem Bereich des Glaubens und Betens gänzlich entrücken. Lasst uns das tägliche Brot wirklich auf das tägliche Brot deuten und es nicht im geistlichen Sinne nehmen, der hier in einen übergeistlichen umschlagen würde. Ist doch die vierte Bitte von sechs geistlichen Bitten um und um eingeschlossen, ein Zeichen: das Irdische soll man freilich dem Himmlischen unterordnen und dadurch heiligen, aber unterdrücken, als sei es nicht Gottes Schöpfung und Gabe, soll man es nicht. „Größer als der“ so spricht ein frommer Schriftsteller „vom Irdischen Beherrschte steht der Entsagende da, aber das Höchste und Schönste ist das Natürliche so brauchen, dass man nicht sein Knecht sondern sein Herr ist.“ Dein Name, dein Reich, dein Wille so trachtet das Vaterunser zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit und lässt nun das Brot der vierten Bitte gern und unverkürzt uns zufallen, zeigt aber von der Niederung, wo das Korn wächst, sofort nach dem Hügel, wo das Kreuz steht, unter dem wir in der fünften Bitte unserer Schuld uns entladen sollen, um dann an dem Stabe der sechsten und siebenten Bitte durch das Totenschattental all unserer Anfechtungen und Versuchungen in die Heimat durchzudringen, von der und zu der das Reich ist und die Kraft und die Herrlichkeit. Ja, auch dieser danksagende Schluss so gut wie die Vorrede will zur vierten Bitte gerechnet sein.“

Diese Bitte bittet nicht nur, sie dankt zugleich. Sie scheidet damit das ganze Menschengeschlecht in zwei Heerlager, in Dankbare und Undankbare. Gott lässt seine Sonne aufgehen über Gute und Böse und „Gott gibt täglich Brot auch wohl ohne unsere Bitte allen bösen Menschen, aber wir bitten in diesem Gebet, dass er es uns erkennen lasse und wir mit Danksagung empfangen unser täglich Brot!“ Indem der Katechismus so zur Danksagung auffordert, scheint er selbst die Genügsamkeit von der ich ungewiss bin, ob ich sie als Wurzel oder als Frucht der Dankbarkeit ansehen soll aufzuheben mit den zweiundzwanzig Stücken, welche die Erklärung zum „täglichen Brot“ rechnet, am Schluss obendrein mit einem und desgleichen“ scheinbar unzählige Wünsche herausfordernd! Nein, wir missverstehen unseren Luther nicht, als hätte nach seiner Meinung der kein tägliches d. h. kein ausreichendes Brot, dem etwa gutes Regiment oder Friede oder Gesundheit oder fromme Kinder oder des etwas fehlt. Der Gottesmann will nur in uns dringen: was immer von irdischem Besitztum vorhanden sei, - durch Danksagung soll es demütig auf seinen Urheber zurückgeführt, durch Danksagung soll es seinem Besitzer wert und heilbringend gemacht, durch Danksagung soll es in einer Art Himmelfahrt geheiligt, durch Danksagung in der rechten Weise versichert und vernietet werden. Wie manches erlosch und entfiel uns, weil keine Danksagung es rechtzeitig mit dem Stempel Gottes versah, weil der Neid uns gegen das Gut des Andern scheelsehend und gegen das Eigene blind machte! Wie manches Hauswesen verfiel schon in seinem Aufbau, weil es statt mit Dank und Genügsamkeit und mit jener Sparsamkeit zu beginnen, die Christi Jünger einst die Brocken sammeln ließ, damit nichts umkomme, in Saus und Braus, in Verwöhnung und Üppigkeit, mit Vornehmtun und Borgen, mit Schuldigbleiben und bösem Gewissen begann! Luk. 12, 29 steht die Doppelwarnung: sorgt nicht und fahrt nicht hoch her! Wie manche Erziehung, zu schwach dem Kinde etwas abzuschlagen, es an Entbehrung und Selbstverleugnung gewöhnen zu können, legte eben damit den Grund zu immer neuen Ansprüchen und immer neuen Enttäuschungen, zu immer neuen Undankbarkeiten gegen Gott und gegen Menschen! So hilft die vierte Bitte die Erziehung regeln, die Ansprüche und Ausgaben des Haushaltes ordnen, den Geiz als eine Abgötterei brandmarken, das Reichwerdenwollen als Morast und als Judasstrick fliehen, auch in einer großen Stadt mit ihren glänzenden Häusern, Kleidern, Wagen und all dem Wettstreit der sich gegenseitig in Eitelkeit überbietenden Toren schlicht und still seines Weges ziehen, lehrt mit Hiob auch bei Verlusten den Herrn loben und mit Paulus königlich frei sein und ebenso mit Petrus angesichts des gefüllten Netzes demütig vor dem Herrn niedersinken: Herr, geh von mir hinaus, ich bin ein sündiger Mensch! So füllt die vierte Bitte mit Gebet und Danksagung des Christen Mund, zweitens aber auch

2.

mit treuer Arbeit und mitteilender Liebe unsere Hand.

Unser Brot - sagt das Vaterunser und macht das Gewissen eng und streng. Prüfend durchforscht es den Haushalt des Reichen! Auch das dem Sonntag auf Kosten der Seele weggestohlene Brot ist es wirklich euer? Ist es euer das aus Hab- und Gewinnsucht überangestrengten Kräften abgetrotzte Brot? Euer wäre das den in eurem Solde stehenden Leuten vorenthaltene, abgezwackte, erwucherte, mit Blut und Tränen vermengte Brot? Oder das durch schlechte Arbeit, durch Glücks- und Börsenspiel, durch Veruntreuung, durch List und Ränke erschwindelte Brot? Auch was wir bereits besitzen oder was uns erbschaftsweise zufällt, soll nicht ungeprüft bleiben. Ein alter Sänger denkt an Zachäus' Gewissensnot und meint: willst du mir etwas geben an Reichtum, Gut und Geld, so gib auch dies dabei, dass von unrechtem Gut nichts untermengt sei. Und ein neuerer Dichter ruft Jeden, den der vorhandene Besitz zum Müßiggänger machen könnte, zur Arbeit auf mit dem bekannten Wort: was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es um es zu besitzen! Ist doch auch das Paradies nicht arbeitslos gewesen! Gott setzte den Menschen in den Garten Eden, dass er ihn baute und bewahrte. Kampf und Arbeit von Anbeginn des Menschen Wohltat und Zier. Dies nur ist durch die Sünde das schmerzlich Neue, dass auch redliche Arbeit oft mit den Dornen halben oder ausbleibenden Erfolges gekrönt wird.

Wenn die vierte Bitte die Hand ehrlich und fleißig macht, so öffnet sie zugleich dieselbe zu Werken der Liebe! Nicht bloß zum Erntefest, nicht bloß zu Weihnachten soll mit dem Herzen die Hand geöffnet sein, denn ein gegen Brüder verschlossenes Herz schließt auch die Liebe des Vaters von sich aus ein Tag sagt es dem anderen, dass Gottes Güte alle Morgen neu und dass das Kornhaus und die Mannawolke der vierten Bitte Brot die Fülle habe. Für wen? Doch wohl für alle! So soll es auch ein Tag dem anderen sagen, dass Festhalten nicht reich macht und Geben nicht arm und dass die vierte Bitte ausgeschickt ist, das Herz weit zu machen mit dem Ausrufe: Vater, gib uns! Millionen und aber Millionen wartender Kostgänger, so hielten wir uns vor, umgeben den Tisch unseres Vaters. Wollen wir nicht auch die Seligkeit des Wohltuns von ihm lernen? Dürfen wir unser Brot allein essen? Enthält jede der sieben Bitten stillschweigend ein Gelübde, so ist das Wörtchen „uns“ ein Wetzstein, daran das Gewissen sich schärfen soll zu dienender, teilnehmender, mitteilender Liebe! Gewiss, es gibt manche arme Familie in unserer Stadt; keine aber ist ärmer, als die, die selber wohlhabend keine Armen kennt, noch aussucht. Zu jeder Christenfamilie müssen Arme gehören nach Christi Vermächtnis: Arme habt ihr allezeit bei euch! O Freunde, wenn die Sonne früh über diesem Meer von Dächern aufgeht, in wie viel Kammern weinenden Kummers, einsamer Sorge, bleichen Elends sieht sie hinein, und wenn sie am Abend ihr Flammenauge schließt, hat sie dann jede Träne getrocknet, jede Lasst erleichtert, hat sie durch Christenhand die rechte Gütergemeinschaft, die Ausgleichung der Liebe üben sehen Soll uns, weil das Elend hier massenhaft oder benachbart mit dem Laster und Verbrechen oder bisweilen mit der Kunst Wohltäter zu täuschen zusammenwohnt, die Größe der Aufgabe von vorne herein entmutigen, allmählig abstumpfen und gleichgültig machen? Das tausendfache Elend kann nur durch tausendfache Hilfe geheilt, desgleichen der Irrtum nur durch die Wahrheit, die Gefahr des Kommunismus, die wohl viel drohender ist, als es sich die Reichen in ihren Prachthäusern und die Wohlhabenden vor ihren vollen Schüsseln eingestehen, nur durch die freie Tat der Liebe, das wilde Aufbegehren der Sünde nur durch das Evangelium des Kreuzes überwunden werden! Sollte am Erntefest die Kanzel zu hoch sein für den Blick ins praktische Leben, zu geistlich vornehm für die Erwähnung leiblicher Gebrechen im Leben unseres Volkes? Die vierte Bitte hebt jedes Bedenken. Absehend in diesem Augenblick von der mannigfaltigen Vereinstätigkeit, die in Kranken-Armen- und Kinderpflege, in Volksküchen und Herbergen das Brot zu teilen unternimmt, welch dunkles Kapitel, in seiner Überschrift nur von Gesundheit und Reinlichkeit redend, zwischen den Zeilen und in den Folgen über Familienglück, Kinderzucht, Sittlichkeit, Religion mitsprechend und mitentscheidend, ist das Kapitel von der Wohnungsnot. Noch einmal, und es stimmen viele unter euch von Herzen zu: in der Wohnungsfrage wohnt die Reinlichkeit und die Herzensreinheit, die Gesundheit und das Gebetsleben, die äußere Sitte und der innere Friede dicht zusammen. Baut Kirchen - Gott segne es! Baut Herbergen und werdet nicht müde! Aber baut auch aus christlichem Mitleid und heraus aus christlichem Unternehmungsgeist, wie er in Mühlhausen im Elsass Großes geschaffen, statt der Stätten zusammengehäuften Hungers und Elends Wohnungen für die „kleinen Leute“, wie sie sich selbst nennen, Wohnungen, die es an sich tragen Herbergen des Glücks und Kirchen des Friedens wenigstens werden zu können. Zum großen Teil wohnt ihr in hellen Räumen, o seht diese Winkel und Kammern, was es heißt in diesem dumpfen Dunkel krank sein - ach und was es heißt, darin seine Kindheit zubringen und darin arbeiten müssen und darin fröhlich sein sollen. Und noch einmal: ob jede Familie ihre eigene brauchbare Wohnung hat, ist dem, der es fasst, ebenso gut ein religiöser wie ein volkswirtschaftlicher Hebel. Wie, sollte der kaufmännische Geist betriebsamer, erfinderischer sein als die brüderliche Liebe? Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf dass, wenn ihr darbet, sie euch aufnehmen in die himmlischen Hütten! Hier also gilt's irdische Hütten zu bauen, als Vorhöfe himmlischer, in die ihr Bedürftige einführen sollt, damit sie, die Dürftigen, um euer Darben in Not und Todesstunden nicht zum Verderben werden zu lassen, fürbittend und segnend euch aufnehmen. Wer nicht einmal am Erntefest Gedanken der Liebe trägt und Garben austeilt, der ist noch immer nicht heraus aus der Teuerung des Unglaubens und der Lieblosigkeit!

Herr, daran liegt Alles, dass wir glauben und lieben lernen. Nicht einmal die vierte Bitte können wir beten ohne deine Gnade. Aufs Neue hast du aus lauter väterlicher Barmherzigkeit das Jahr mit deinem Gut gekrönt. Dein Name sei gelobt mit Wort und Wandel! Gib es uns, innerlich frei zu sein von dem Staub des Mammons, gib es uns als Haushalter treu zu sein in den für die Brüder anvertrauten Pfunden.

Amen.

Cookies helfen bei der Bereitstellung von Inhalten. Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies auf Ihrem Computer gespeichert werden. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
autoren/k/koegel/vaterunser/koegel_-_vaterunser_-_5.txt · Zuletzt geändert:
Public Domain Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: Public Domain