Inhaltsverzeichnis

Beckhaus, Konrad - Das Evangelium von der Vergebung der Sünden - Am 1. Sonntag des Advents. (1856.)

Matth. 21, 1-9: Da sie nun nahe bei Jerusalem kamen, gen Bethphage an den Ölberg, sandte Jesus seiner Jünger zwei, Und sprach zu ihnen: Geht hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ein Füllen bei ihr; löst sie auf und führt sie zu mir. Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprecht: Der Herr bedarf ihrer; so bald wird er sie euch lassen. Das geschah aber alles, auf dass erfüllt würde, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen der lastbaren Eselin. Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, Und brachten die Eselin und das Füllen, und legten ihre Kleider darauf und setzten ihn darauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; die anderen hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgte, schrie und sprach: Hosianna dem Sohne Davids; gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, Hosianna in der Höhe!

Das bürgerliche Neujahr am ersten Januar hat seine Bedeutung und das Neujahr der Kirche, was wir heute feiern. An dem bürgerlichen Neujahr sollen wir uns freuen, dass Gott uns noch in diesem Leben lassen will, seine Gnade zu nehmen und uns dadurch zu bereiten. Am Kirchenneujahr lasst uns uns freuen, dass er seine Gnade uns aufs Neue verkünden lässt; und was er uns verkünden lässt, das bietet er uns an. Seine Verkündigungen sind keine leeren Worte. Wo er dir verkünden lässt: dein König kommt zu dir sanftmütig! da kommt dein König wirklich zu dir sanftmütig. Darum jedes Mal, wenn Gott uns ein neues Kirchenjahr auftut, so tut er uns aufs Neue das Tor auf, dadurch es nach Jerusalem geht, nach der Gottesstadt, wo wir zur Ruhe und vollen Genüge kommen. Noch ist das Tor offen, noch ist der König auf dem Wege, und wer sich ihm anschließt, der kommt hinein. Darum ist heute die Frage:

1. ob du in dem Königszuge bist nach Jerusalem,
2. warum willst du dich dem König denn nicht anschließen?

1. Ob du in dem Königszuge bist nach Jerusalem?

Es ist ein wunderbarer Königszug, der Zug des Herrn Jesu, sein äußerlicher Einzug in Jerusalem, der da erzählt wird, und sein wirklicher Einzug in sein Reich, der uns damit abgebildet wird. Wie immer bei ihm: vor der Welt ist da keinerlei Macht und doch eine Macht, die kann, was alle Macht der Welt nicht kann: die Herzen bezwingen und umwandeln, so dass auch die Welt sie wohl empfindet und ahnt, dass eine Zeit kommt, wo sie seine königliche Macht nicht mehr ableugnen kann. Er sieht nicht wie ein König aus bei seinem Einzug in Jerusalem und er sieht nicht aus wie ein König bei seinem wirklichen Einzug in sein Reich, den der Einzug in Jerusalem abbildet. Als ein armes Kind in der Krippe erscheint er in dieser Welt, ohne irgendeine irdische Macht, Reichtum oder Weisheit bleibt er sein ganzes Leben und hat nicht, was die Füchse und die Vögel unter dem Himmel haben: da er sein Haupt hinlege, und stirbt von der ganzen Welt befeindet oder verlassen, als ein Missetäter am Kreuz. Und doch ist er ein König, wie es keinen zweiten gibt: königlich ist sein Ziel, königlich seine Macht, königlich sein Geleit, königlich die Huldigung, die ihm gebracht wird.

Königlich ist sein Zweck und Ziel. Das wird damit abgebildet, dass er die Eselin und das Füllen losbinden und herführen lässt und setzt sich darauf und führt sie in Zion ein. Das ist sein Zweck: Das alte Bundesvolk Israel und das neue Volk, was aus den Heiden hinzugetan wird, loszulösen von seinen Banden und nach Zion zu führen. Sie haben einen Herrn, alle Menschen, der sie gebunden hat, den Satan; er hat sie gefesselt mit den Banden ihrer Schuld, weil die sie hält, dass sie sich zu Gott kein Herz fassen können, und macht sie kraftlos und matt, ihre Schuld, so bleiben sie in der Ferne von Gott, vom Leben, vom Licht, und ihr ganzes Leben hat das Hauptgeschäft, sich vor Gott zu verstecken und zu verbergen. Die Bande will Jesus lösen und sie einführen in die Gottesstadt und da als ihr König über ihnen thronen ewig. Das ist ein königliches Vornehmen.

Und königlich ist seine Macht. So euch Jemand etwas wird sagen, so sprecht: der Herr bedarf ihrer, sobald wird er sie euch lassen, sagt er den Aposteln. Das Reich der Finsternis will die Seinen nicht gern losgeben, es weiß viel dagegen zu sagen, und seine armen Untertanen sagen es ihm nach. Sie sagen: es ist unmöglich, dass wir sollten aus unseren Banden loskommen, aus unserer Sünde; wir können uns nicht denken, dass wir wirklich sollten in das Wesen hineinkommen, ein Herz für den Herrn unseren Gott übrig zu haben und unserer Seligkeit gewiss zu sein. Und weil sie nicht glauben, dass es wirklich damit gelingen werde, so wollen sie lieber ganz in Ruhe gelassen sein. Oder sie sagen am Ende gar: es ist gar nichts mit all den Sachen. Aber Jesus schickt sein Wort durch seine heiligen Apostel und vor seinem Worte verschwinden alle die Hindernisse und Unmöglichkeiten. Wo sein Wort hinkommt, das Wort von dem ewigen König, der um unserer Sünde und um unserer Seligkeit willen in die Welt gekommen ist und erduldete das Kreuz und ist geworden die Vergebung unserer Sünden, da werden die Leute frei von allen Banden und gehören ihm, und er weiß sie zu führen zur Stadt des Lebens und des Heils. Königlich ist seine Macht.

Und königlich ist sein Geleit. Das ist wahrlich eine Schar, des größten Königs würdig, die sich bekennen als seine Vorgänger, die Schar der heiligen Propheten; und das ist eine königliche Schar, die ihm nachfolgt, die heiligen Apostel. Und immer größer wird der Haufen des Volks, wie er von einem Jahrtausend ins andere zieht, das jubelt in hundert und tausend Zungen: gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Und weiß, dass es mit ihm nach Jerusalem hinauszieht gewiss! gewiss! denn wir wissen, dass er seine Kraft, die alles überwindet, und die Stütze seines Thrones nicht auf der Welt hat, sondern in der Höhe; darum rufen wir: Hosianna in der Höhe! Und das ist die Frage, lieber Mensch, ob du in dem Zuge mit bist?

Wer mit in dem Königszuge ist, dem stehen seine Augen nach Jerusalem, nach der Stadt, die oben ist. Aber wie viele begreifen es nur, dass es davon abhängt, ob sie auf dem Wege zur Seligkeit sind und nicht allein, ob sie ehrlich und fleißig sind! Wie viele, die in ihrem Herzen noch nie auch nur Ein Verlangen gehabt haben, den König der Könige zu sehen und ihm zu dienen und ihn zu preisen! Und wo sind die, denen ihr Trachten steht nach Jerusalem, die wirklich am Ersten trachten nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit? Die tun es nicht, denen ihr Trachten steht nach den Dingen dieser Welt, nach Vergnügen und Vorteil und Menschengefallen. Wie wenige werden wohl selig, weil so wenige danach trachten. Und von den Wenigen, sagt der Herr, sind Viele, die trachten, wie sie hineinkommen und werden es nicht können.

Die kommen allein hinein, denen all ihr Hoffen, da hinzukommen, allein an Jesu hängt, die, wenn die Frage ihnen aufs Herz fällt: wirst du hineinkommen? nicht auf ihre Frömmigkeit und Gerechtigkeit sehen, sondern auf die Frömmigkeit und Gerechtigkeit ihres Jesu und wissen gewiss, dass sie nie allein hineinkommen, aber in Jesu Gefolge.

Die haben aber auch Jesum zum Könige. Nicht allein, dass sie seinetwegen in die Kirche gehen da ist er der Herr im Hause, da beherrscht er das Leben und nicht mehr, dass man was ist und haben will, da fragt man nicht mehr seinen Vorteil und sein Behagen: was soll ich tun? man fragt bei seinem Tun: was sagt mein König Jesus dazu? Hast du das bei deinen Gesellschaften schon gefragt? bei deinen Lieblingsgeschäften? bei deinen Arbeiten? bei deinem Handel und Geschäft? Hat man ihn zum König, so ist man weg unter dem alten Regiment der Schuld, der Furcht, der Sorge, der Welt, der geheimen Unruhe, dass man nicht mit sich allein sein kann. Nicht als wäre es weg; aber es regiert nicht mehr, sondern der Friede Gottes, und wenn das alte Regiment die Seinen anfällt und matt macht, so stärkt sie ihr König mit seinem Wort, ja mit seinem Fleisch und Blut.

O mein Lieber, ist Jesus dein König und bist du in seinem Gefolge? Dann verstehst du auch, was das ist, die königliche Huldigung, dass das Volk ihm seine Kleider auf den Weg breitet: Liebes Herz, hast du so was schon erfahren in der Nähe des Königs der Gerechtigkeit, dass es dich gedrungen hat, dich all deines Schmuckes zu entkleiden, alles ihm zu Füßen zu legen, was du von Frömmigkeit und Gerechtigkeit an dir siehst, und nackt und bloß vor ihm zu stehen und zu sprechen: was Gutes ist am Leben mein, ist wahrlich alles lauter dein!?

Und brichst du die Zweige von den Palmen, die am Wege stehen und streust sie Jesu hin? Das ist, dass die Seinen wissen: Alles, was die Welt ihnen bietet, das gehört ihrem König und das ist allein darum was wert, wenn es ihm dient und dem Kommen seines Reiches, und alles, was die Welt ihnen bietet, ist ihnen feil für Jesus, für einen Blick von ihrem Könige. Die sind in seinem Gefolge. Und was sie tun, darin ist kein Zwang und keine Furcht; freiwillig opfert ihm sein Volk im heiligen Schmuck, weil er sie frei gemacht und auf den rechten Weg gesetzt hat. Darum sind Herz und Mund voll von dem fröhlichen Lobgesang: gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Darum geht das Gebet von Herzen: Hosianna in der Höhe! gib das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, du in der Höhe, deinem Christ!

Ich wollte, das wäre unser aller herzlicher Lobgesang und Gebet. Dann könnten wir uns freuen, wenn wir auch die Ankunft unsers Königs in Niedrigkeit - Weihnachten nicht wieder feierten, sondern sähen ihn jetzt kommen zum Gericht. Wer sich aber sagen muss: so steht es nicht mit mir! den fragt das Evangelium

2. warum willst du dich ihm nicht anschließen?

Gott schenkt dir ein neues Gnadenjahr; es heißt aufs Neue zu dir: siehe dein König kommt zu dir sanftmütig; warum willst du seinem Gefolge nicht zufallen? Bei Vielen etliche sind hier vielleicht auch - bei Vielen ist die Einladung ganz vergebens. Es sind die hochmütigen Leute, denen nicht einmal ein Gedanke daran kommt, dass es wirklich mit ihnen anders als gut stehen könnte. Leute, die lieber allem entgegensehen wollen, als dass sie sich der Gefahr aussetzen möchten, sich zu bekehren und einen Andern ihren Herrn sein zu lassen, als ihr Vergnügen und ihren Vorteil d. h. den Teufel. Da muss Gott der Einladung seines Worts erst Bahn brechen durch Schläge - vielleicht tut er's an manch Einem in diesem Jahr.

Aber es gibt Andere, die wissen, was ihnen fehlt und möchten gern selig werden. „Jesus fehlt euch,“ und ihr Herz gibt ihnen Zeugnis: der ist es, der fehlt dir, wie einem Palast alles fehlt, wenn der König nicht darin ist. Ihr Herz gibt ihnen Zeugnis: der ist es, der allein ein Recht hat auf dich, und nicht die Welt und das Fleisch und die Hölle, dann steht es recht, wenn der König ist in deinem Herzen und Hause. Sie müssen sich sagen: wir haben es doch nie erfahren, wie das ist, wenn das Herz wirklich zur Ruhe gekommen ist, dass auch die äußere Not, auch Tod und Gericht den Frieden wohl anfechten können, aber nicht nehmen; wir haben es doch nie erfahren, wie das ist, wenn das Gewissen wirklich auf ewig zur Ruhe gekommen ist vor Gott. Wir sehen keine Aussicht, dass jemals die Sünde die Herrschaft in unserem Herzen verliert. „Jesus ist der Friede mit Gott, wo Jesus herrscht, da kann die Sünde nicht mehr herrschen!“ Sie müssen sich sagen: was haben wir, das wir behalten, wenn wir gestorben sind? Sie möchten doch schmecken das ewige Reich mit seinem ewigen Reichtum, mit seinem ewigen Frieden, mit seiner ewigen Ehre, was allein der ewigen Seele genügen kann, und ihr Herz bezeugt ihnen: das ist das Reich, da Jesus König ist und das er mitbringt, wo er einzieht. Warum wollt ihr ihn denn nicht? Warum muss noch immer sein Klageruf über euch laut bleiben: ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben nehmt!?

Weil man immer nur hört: dein König kommt! und nicht dazu: dein König kommt zu dir sanftmütig. Darum erschrickt man, sich Jesum nahe kommen zu lassen. Mein König! heißt es im Herzen, und ich habe gelebt, als wär ich mein eigner König und bei Allem nur daran gedacht, dass es mir gefiele! Mein König, dem mein Alles gehört! und ich habe ihm das Seine umgebracht und nicht daran gedacht, ihm die Wohnung zu bereiten. Und man denkt: unter Jesu Regiment! wie soll Einem das Leben nur erträglich sein, unter dem, der keine Nachsicht kennt gegen das Fleisch und das Behagen, und der den ganzen Menschen und das ganze Leben haben will. Seine Herrschaft dünkt einem unerträglich weil man Gottes Ladung nicht recht hört: dein König kommt zu dir sanftmütig!

Liebes Herz, dein König kommt zu dir sanftmütig! Sein Königsamt steht nicht darin, zu richten, sondern er ist gekommen, selig zu machen. Er ist nicht gekommen, dich zu strafen, sondern deine Strafe auf sich zu nehmen; er ist nicht gekommen, dich zu belästigen, sondern deine Lasst dir abzunehmen, siehe, er ist das Lamm Gottes, das der Welt Sünden trägt! Und er ist nicht gekommen, von dir zu fordern, sondern Alles, was du Gott schuldig bist, dir zu schenken, die Gerechtigkeit und die Vergebung der Sünden. Er sucht nichts bei dir, als Armut und Verlangen.

Und er kommt nicht mit Zanken und Geschrei, dich unter sich zu zwingen, sondern durch seine Sanftmut dich zu überwinden, die das zerstoßene Rohr nicht zerbricht und den glimmenden Tocht nicht auslöscht. Darum kommt der, dem der Himmel sein Stuhl ist und die Erde seiner Füße Schemel, zu dir als ein armes Kind in der Krippe, in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ew‘ge Gut.

Und wie lange hat er es angesehen, dass du ihm Kot und Staub dieser Welt vorgezogen hast und hast ihn vor der Tür stehen lassen; mit welch grenzenloser Geduld hat er dich widerspenstigen Menschen immer wieder auf den Weg zu ihm gestellt; wie sanftmütig hat er alle deine Zweifel, Worte und Taten gegen ihn ertragen! Trotz alles Abweisens kommt er doch wieder zu dir und klopft an deine Tür. So weit geht seine Sanftmut, dass er jetzt wieder zu dir kommt - wahrhaftig der himmlische König aber sanftmütig in seinem Wort, das nichts andres ruft als: siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig! Wir haben ihn nötig, so nötig, dass uns Alles, Himmel und Erde, nichts hilft ohne ihn, und er findet bei uns nichts, als Elend und Widerwillen, und doch kommt er vom Himmel zu dir, als hätt er dich not und du nicht ihn; er kommt wieder zu dir sanftmütig, als deine Speise und dein Trank unter der geringen Gestalt des Brotes und des Weines.

Und freue dich! doch kommt er zu dir als dein König! der Macht hat über alle deine Feinde und hat schon deinen Kampf mit ihnen ausgekämpft bis zum Siege. Mit der Macht über dein Herz in seinem Worte von der Vergebung deiner Sünden in seinem Blut! Mit seinem ewigen Reiche - für dich! Und als ein absoluter König, der dich ganz los machen will von allen Banden, damit du noch an Welt, Fleisch, oder Hölle hängst, um dich ganz zu haben in seinem seligen Reich! der deinen ganzen Menschen, Leib, Seele und Geist und Alles, was an dir ist, haben will, um es Alles zu tränken mit Seligkeit als mit einem Strom.

O, wenn man bedenkt, wie viele Seelen ihn zum Könige haben könnten! jede Seele könnte da mit in die Reihe treten in seine Folge. Wie so Viele traurig sind, Allen fehlt was und sie könnten Alle sich freuen, ob auch mit Zittern unter seinem Friedens Regiment! Kehrt euer Angesicht nach Jerusalem, nehmt die Palmen, werft ihm hin, was ihr habt: es ist alles dein! hängt euch an ihn, geht in Zion ein!

Und wen das Alles nicht bewegen kann, dem will ich noch Eins sagen: was ihn so sanftmütig macht. Meinst du, dass über deine Sünden der Zorn des Heiligen nicht anbrennen müsste? dass der ewige Sohn Gottes nicht zürnen müsste über die, die dem Vater die Ehre nicht geben? Aber weil er deinen Jammer sieht, dem du entgegengehst, darin du schon liegst, weil der, der Alles in der Wahrheit sieht, weil der sieht, dass dein Jammer entsetzlicher ist als dein Unrecht das macht ihm sein Herz warm, dass er sich erbarmt und kommt sanftmütig zu dir! So groß ist dein Jammer, dass er um dich auch das Kreuz nicht gescheut hat, auch den Jammer nicht, da er rief: mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Wann willst du deinen Jammer dich selber jammern lassen und zu dem kommen, der dein Heiland und Seligmacher heißt? Herr Gott, zeige du uns unseren Jammer und dein Erbarmen, dass es Jesus ist, und wir zu ihm kommen! Herr Jesu, zeuch uns nach dir, so laufen wir! Amen.