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| - | John R. MacDuff - Worte Jesu an die Müden | ||
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| - | Vorwort. | ||
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| - | "Ein Wort zu seiner Zeit", sagt der Weise, "ist sehr lieblich." | ||
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| - | Ein jeder Teil der Heiligen Schrift ist zur Nahrung für die Seele bestimmt ist Brot des Lebens, aber die Worte Jesu können wir als den besten Weizen, als den Honig aus dem wahren Felsen, mit welchem Er uns sättigen will, betrachten. "Die Worte, die Ich rede, die sind Geist und sind Leben." | ||
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| - | Die nachfolgenden Worte sind besonders als "Worte für die Müden" | ||
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| - | Achtzehnhundert Jahre sind verflossen, seitdem diese Worte ausgesprochen wurden. Mit dem Tone unveränderter und unwandelbarer Liebe hallen sie noch aus dem Allerheiligsten wieder ebenso frisch wie an dem Tage, da sie geredet wurden, fließen sie auch heute von den Lippen Dessen, der für alle Zeiten das Kennzeichen an sich trägt: " | ||
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| - | Es kann wahrlich nichts Tröstlicheres geben, womit du deine Augen auf dem nächtlichen Lager schließen, oder was du am Morgen zu den Pflichten (vielleicht auch Leiden und Prüfungen) des Tages mitnehmen kannst, als "Ein Wort Jesu." | ||
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| - | 1. Tag. Die gnadenreiche Einladung | ||
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| - | Gedenkt an das Wort des Berrn Jesu, das Er gesagt hat: **Kommt her zu mir Alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.** Matth. 11, 22. | ||
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| - | O gnadenreiches Wort des gnadenreichen Heilandes! | ||
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| - | Wie ruht die Seele in dir so sicher und hat Frieden für immer! Schon jetzt ist eine Ruhe vorhanden die Ruhe in der Gnade und die Ruhe in der Herrlichkeit. Nicht bloß Zeichen des Friedens werden uns dargeboten - heimatliche Lichter erhellen unsern Erdenpfad. Wir sind schon jetzt unter dem Schatten des großen Felsen im dürren Lande. Nur vor dem Stuhle ist ein stilles, gläsernes Meer gleich dem Kristall; aber der vom Sturme Umhergetriebene findet schon auf Erden einen Hafen der Ruhe. "Wir, die wir glauben, gehen ein zur Ruhe." | ||
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| - | Leser, hast du diese Ruhe in dem Blute und Heilswerke Immanuels gefunden? Seele, die du lange gesucht und keinen Frieden gefunden, tönt dir dieses Wort wie Sphärenmusik - "kommt her zu mir?" Jeder andere Friede ist trügerisch, | ||
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| - | Wie unbegrenzt ist diese Einladung! Wenn der Eintritt in die Bundes-Arche nur an eine einzige Bedingung geknüpft wäre, so würden wir auf ewig dem Sturme preisgegeben sein. Aber alle sind gleich berechtigt und gleich willkommen, Keiner hat einen Vorrang noch Vorzug. Euch Allen, die ihr mühselig und mit Sünden beladet seid, steht die Gnadentüre offen. | ||
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| - | Gehe denn ein zu deiner Ruhe, müde Seele! Lass die süßen Worte Jesu, mitten in der Unruhe des Lebens, sich in dein Herze senken. Unter Seinem Schutze bist du sicher für Zeit und Ewigkeit. Es wird nicht fehlen an mancherlei Angst, Sorge und Not, - das innere Verderben wird immer wieder hervorbrechen; | ||
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| - | Solches habe ich mit euch geredet, dass ihr in mir Frieden habt. Ev. Joh. 16, 33. | ||
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| - | 2. Tag. Die tröstliche Verheißung. | ||
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| - | Gedenkt an das Wort des Herrn Jesu, das Er gesagt hat: **Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr des Alles bedürft.** Matth. 6, 32. | ||
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| - | Obgleich diese Worte ursprünglich von dem Herrn Jesu in Bezug auf zeitliche Dinge gesprochen wurden, können sie doch dem Kinde Gottes als ein Wahlspruch dienen in allen Wechselfällen seines vielbewegten Lebens. Sie sollten alle Befürchtungen aufheben, alle Klagen verstummen machen, und zu demütiger Ergebung führen. "Mein himmlischer Vater weiß, dass ich des alles bedarf." | ||
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| - | Meine Seele, gibt es etwas, das deinen Frieden stört? Sind die Heimsuchungen dunkel, ist das Kreuz schwer? Sind geistliche Stüken entrissen, ist dein " | ||
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| - | Und wer ist es, der dieses beruhigende Wort ausspricht? Er ist es, der selbst den Trost dieser Versicherung in Seinem eigenen furchtbaren Leiden empfand; dass Alles nötig war, Alles vorher bestimmt; dass von der Wiege in Bethlehem bis zum Kreuze anf Golgatha kein überflüssiger Dorn sich in dem Schmerzenskranze befand, den Er, der Mann der Schmerzen, trug. Jeder Tropfen des bitteren Kelches war von Seinem Vater gemischt: "Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat?" Ach, wenn Er in dieser Stunde unsäglicher Seelenangst in dem Gedanken Erquickung finden konnte, dass die Vaterhand die fürchterliche Glut entzündet, welch großen Trost besitzt dieselbe Wahrheit für alle seine duldenden Nachfolger! Wie! Ein überflüssiger Tropfen, ein vergeblicher Schmerz! ein unnötiges Kreuz! Weg mit dem verborgenen Unglauben! Er gab Seinen Sohn für dich! Er nennt Sich Deinen Vater! Was für Prüfungen dich auch niederbeugen, | ||
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| - | Dein Wort ist wohl geläutert, und dein Knecht hat es lieb. | ||
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| - | 3. Tag. Die Macht des Gebetes | ||
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| - | Gedenkt an das Wort des Berrn Jesu, das Er gesagt hat: **Was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun; auf dass der Vater geehrt werde in dem Sohne.** Joh. 14, 13. | ||
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| - | Teurer Jesu! du bist es, der den Deinen die Pforten des Gebets eröffnet. Ohne dich wären sie auf ewig geschlossen geblieben. Es war dein hohenpriesterliches Versöhnungswerk auf Erden, welche sie zuerst öffnete; es ist dein Mittleramt im Himmel, das sie noch offen erhält. Wie unbegrenzt ist das Versprechen: | ||
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| - | Er ermuntert uns weiter "in Seinem Namen" zu bitten. spricht hiervon als von dem Schlüssel zum Herzen Gottes. Sowie David den hilflosen Krüppel vom Hause Sauls um Jonathans willen liebte, so will der Vater, kraft unserer Bundesverwandtschaft mit dem wahren Jonathan (wörtlich: "die Gabe Gottes" | ||
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| - | Leser, kennst du die Seligkeit, jede Not und jede Sorge, jeden Kummer und jedes Leid, dem Ohre des Heilandes anzuvertrauen? | ||
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| - | Die Not mag groß sein, aber "Er hält dich unter den Armen ewiglich" | ||
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| - | Kämpfer Christi! Neben deiner übrigen Rüstung vergiss nicht das " | ||
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| - | Du musst wie Moses auf dem Berge flehen, wenn du wie Josua im täglichen Kampfe der Welt überwinden willst! Vertraue deine Sache deinem Erlöser. Du kannst ihn mit deiner Zudringlichkeit nicht ermüden. Es ist seine Wonne, dich zu erhören. Vater wird durch Geben geehrt. Der unvergessliche Ausspruch in Bethanien bleibt unverändert und unwiderruflich. | ||
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| - | Sein "Ich weiß, dass du Mich allezeit hörst." | ||
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| - | Ich harre des Herrn, meine Seele harrt, und ich hoffe auf Sein Wort. | ||
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| - | 4. Tag. Die enthüllten Gnadenführungen. | ||
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| - | Gedenkt an das Wort des Herrn Jesu, das Er gesagt hat: **"Was ich tue, das weißt du jetzt nicht, du wirst es aber hernach erfahren.** | ||
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| - | Joh. 13, 7. | ||
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| - | O gesegneter Tag, an welchem das lang versiegelte geheimnisvolle Buch sich öffnen wird, an welchem " | ||
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| - | Sei stille, Christ! die Führungen deines himmlischen Vaters mögen dir dunkel erscheinen, es mag kein goldener Saum, kein "Bogen in den Wolken" | ||
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| - | Ach! anstatt zu sein "wie Einer, der von seiner Mutter entwöhnt wird," wie sind wir doch so sehr geneigt, uns mit dem zu befassen, was uns zu hoch ist! Nicht mit der Gewissheit zufrieden, dass unser Vater es will, sondern vermessen nach dem Wie und Warum forschend. Wenn es unrecht ist, über das unvollendete Werk eines Menschen ein Urteil zu fällen; wenn der Maler, der Bildhauer, oder der Hankwerker es nicht zugeben würde, dass man seine Arbeiten in noch rauem, unvollendetem, | ||
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| - | Und wer ist es, der diese Worte des Lebens spricht: "Was Ich tue?" Er ist es, der für uns starb! der jetzt für uns lebt! Teurer Jesu! du magst Manches tun, was unsere blinden Herzen lieber ungetan sähen. Wunderbar ist Er mit Seinem Tun. Das schwerste Kreuz (wir mögen es vielleicht das härteste, ja unerträglichste nennen), welches Du uns auferlegen magst, wollen wir nur als die scheinbare Strenge unsäglicher und unveränderlicher Liebe betrachten. Die Ewigkeit wird es offenbaren, dass Alles, Alles nötig war; dass nichts Anderes, nichts Geringeres genügt hätte! Wenn auch jetzt nicht, so wird doch dann, droben bei einem ruhigen Rückblick auf das Leben, dies die vollste Überzeugung sein: | ||
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| - | Des Herrn Wort ist wahrhaftig, und was Er zusagt, das hält Er gewiss. | ||
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| - | 5. Tag. Des Vaters Ehre | ||
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| - | Gedenkt an das Wort des Herrn Jesu, das Er gesagt hat: **Darinnen wird mein Vater geehrt, dass ihr viele Frucht bringt.** | ||
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| - | Joh. 15, 8. | ||
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| - | Wenn wir den unendlichen Ozean der Gnade des Neuen Bundes übersehen, dessen jede Welle "Gott ist die Liebe!" | ||
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| - | Leser! Bist du ein fruchttragender Baum in deines Herrn Weingarten? Suchst du dein Leben Seiner Ehre zu weihen, als ein Dankopfer für Seine unverdiente Liebe? Vielleicht ist es dir nicht vergönnt, in den Augen der Welt viele Frucht zu zeigen. Deine Verhältnisse und deine Stellung im Leben verbieten dir vielleicht, glänzende Dienste, oder großartige und auffallende Anstrengungen in der Sache des Herrn - das hat nichts zu bedeuten. Es ist oft die im Verborgenen reifende, von den Menschen ungesehene und ungekannte Frucht, die er am meisten schätzt; der stille, demütige Wandel, Geduld und Ergebung, - Sanftmuth und Niedrigkeit, | ||
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| - | Deine Aufgabe sei es, geduldig in Seinen Händen zu ruhen, in stiller Ergebung zu sprechen: Vater, verkläre deinen Namen! Verkläre dich selbst, sei es durch Geben oder Nehmen, mir voll einschenkend, | ||
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| - | Solches rede ich zu euch, auf dass meine Freude in euch bleibe, und eure Freude vollkommen sei. | ||
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| Worte Jesu an die Müden. | Worte Jesu an die Müden. | ||
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