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| - | ======Krummacher, | + | ======Krummacher, |
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| - | **Sechs und dreißigste Predigt.** | + | |
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| + | 4. Buch Mosis 33,24. | ||
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| + | Lasst uns noch eine Weile in Harada zubringen und uns in den finsteren Klüften desselben umsehen. Wir erblicken Personen, die den Herrn fürchten, und der Stimme seines Knechts gehorchen, aber so im Finsteren wandeln, dass es ihnen nicht scheint. Wir haben **Eine** Ursache dieses Zustandes angegeben. Lasst uns auch eine zweite und dritte betrachten, und diese ist teils der Mensch selbst, teils der Satan. – | ||
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| + | Eine Quelle der Finsternis ist die Natur der Menschen. Es gibt körperliche Beschwerden, | ||
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| + | Aber es ist nicht zu verwundern, dass unser eigenes Herz die Finsternis und Angst vergrößert, | ||
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| + | Aber auch hier haben die Gläubigen keineswegs bloß mit Fleisch und Blut zu streiten, wiewohl schon dieser Streit allein ihre natürlichen Kräfte übersteigt; | ||
| - | 4. Buch Mosis 33,23. | + | Lasst uns jetzt noch einige Anmerkungen darüber machen, in welchen Fällen der Herr einige von denen, die ihn fürchten, und der Stimme seines Knechts gehorchen, in solche betrübte Umstände kommen lässt dass sie im Finsteren wandeln, und es ihnen nicht scheint? Zuvörderst macht er’s, wie er will, beide mit den Kräften im Himmel und denen, so auf Erden wohnen. Ein merkwürdiges Exempel hiervon ist Hiob, dem Gott selbst das allervortrefflichste Zeugnis gibt, das seines Gleichen im Lande nicht sei, und selber sagt: er habe ihn ohne Ursache verdorben. Hiob hatte zu einer solchen Behandlung keinen Anlass gegeben. Aber Gott wollte dadurch verherrlicht werden, dass er diesen ausnehmenden Diener Gottes gegen den Satan ins Feld stellte, um mit ihm zu streiten, und ihn zu Schanden zu machen. – Auch kann der Herr jemand also üben, um ihn weise, verständig, |
| - | Laßt uns noch eine Weile in Harada zubringen | + | Nun zum Schluss |
| - | Eine Quelle der Finsterniß ist die Natur der Menschen. Es gibt körperliche Beschwerden, welche zugleich das Gemüth angreifen durch allerlei Beklemmung, Aengstlichkeit und beschwerliche Gefühle, die sie erzeugen. Die Hemmung des ordentlichen Umlaufs der Säfte kann schreckliche Beängstigungen erzeugen, welche aufhören, sobald die gestörte Ordnung wieder hergestellt ist, mit welcher eine ganze Reihe finsterer Vorstellungen verschwindet. Diese Leidende werden mehrentheils als eingebildete Kranke angesehen und behandelt, zumal da sie selbst | + | Diese Wege lehren uns, einen ungemein hohen Wert auf Gott, seinen Beistand, Gnade und Trost zu setzen. Es geht im Natürlichen so, dass Entbehrungen erst auf den Wert der Dinge aufmerksam machen, die man außerdem wenig beachtet. Die Gesundheit, ein schmerzloser Zustand, wird von denen nicht hoch angeschlagen, die ihn fortwährend genießen, sondern die schätzen ihn hoch, welche ihn entbehren. Eine satte Seele zertritt wohl Honigseim, aber einer hungrigen Seele, ist auch das Bittere süß, sagt Salomo. Und so findets |
| - | Aber es ist nicht zu verwundern, daß unser eigenes Herz die Finsterniß | + | Und die Leidenswege sind auch rechte Schulen |
| - | Aber auch hier haben die Gläubigen keineswegs bloß mit Fleisch und Blut zu streiten, wiewohl schon dieser Streit allein ihre natürlichen Kräfte übersteigt; | + | Wie mitleidig werden |
| - | Laßt uns jetzt noch einige Anmerkungen darüber machen, in welchen Fällen | + | Endlich bemerken wir noch, dass sich der Herr durch diese Bande, Schlachtung |
| - | Nun zum Schluß noch einige Bemerkungen über die Zwecke und Absichten, warum Gott einige seiner Kinder in solche betrübte Umstände kommen läßt. Sie sind ein kräftiges Mittel, den Menschen zu demüthigen. In dieser Schule wird man klein, wie Petrus davon einen Beweis liefert, da vergeht aller eigene Ruhm. Man darf sich keiner natürlichen, | + | So seid denn geduldig, liebe Brüder, und weint das euch bestimmte Maß voll. Wer ist unter euch, der den Herrn fürchtet und der Stimme seines Knechts gehorcht, der im Finsteren wandelt, und scheint ihm nicht, der lasse sich dadurch nicht abschrecken, sondern |
| - | So seid denn geduldig, lieben Brüder, und weinet das euch bestimmte Maaß voll. Wer ist unter euch, der den Herrn fürchtet und der Stimme seines Knechts gehorchet, der im Finstern wandelt, und scheinet ihm nicht, der lasse sich dadurch nicht abschrecken, | + | {{tag> |