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| - | ======Krummacher, | + | ======Krummacher, |
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| - | **Vier und dreißigste Predigt.** | + | |
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| 4. Buch Mosis 33,23. | 4. Buch Mosis 33,23. | ||
| - | Noch weiter von Canaan, noch weiter auf Egypten | + | Noch weiter von Kanaan, noch weiter auf Ägypten |
| Nur Liebe ist’s, die uns regiert,\\ | Nur Liebe ist’s, die uns regiert,\\ | ||
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| Kein Härlein wird uns je gekränkt, \\ | Kein Härlein wird uns je gekränkt, \\ | ||
| Nur Liebe ist es, die es lenkt. \\ | Nur Liebe ist es, die es lenkt. \\ | ||
| - | Es muß uns sein zum Ziel gesegnet. | + | Es muss uns sein zum Ziel gesegnet. |
| - | Petrus nennt die Gläubigen lebendige Steine zu einem geistlichen Hause, zu einem Tempel Gottes. Steine müssen zuvor behauen, und wenn sie zu einem so prachtvollen Bau sollen angewandt werden, sehr sorgfältig behauen werden, vor allen Dingen, wenn sie mit allerhand Blumenwerk und Figuren sollen geschmückt werden. Die ersten Schläge, die ihnen gegeben werden, sind wohl die härtesten, aber auch die noch am wenigsten bildenden, und es gehören keine feingeübte | + | Petrus nennt die Gläubigen lebendige Steine zu einem geistlichen Hause, zu einem Tempel Gottes. Steine müssen zuvor behauen, und wenn sie zu einem so prachtvollen Bau sollen angewandt werden, sehr sorgfältig behauen werden, vor allen Dingen, wenn sie mit allerhand Blumenwerk und Figuren sollen geschmückt werden. Die ersten Schläge, die ihnen gegeben werden, sind wohl die härtesten, aber auch die noch am wenigsten bildenden, und es gehören keine feingeübten |
| - | Was den Namen dieser 19ten Lagerstätte betrifft, | + | Manche Christen sind wohl geneigt zu fragen: warum begegnet mir so vielerlei, wovon Andere nichts erfahren? Allein, was soll man anders darauf erwidern, als dies: darum begegnet es dir, weil es deine Berufung und Erwählung, weil es deine Bestimmung |
| - | Ich denke, diese Lagerstätte | + | Was den Namen dieser 19ten Lagerstätte |
| - | Dies **Har Sapher** fügt sich ganz rechts auf die Straße durch der Philister Land, welche, wie es 2 Mose 13,17 heißt, die nächste | + | Ich denke, diese Lagerstätte |
| - | Seht den Gehorsam Israels. Obschon | + | Dies **Har Sapher** fügt sich ganz rechts auf die Straße durch der Philister Land, welche, wie es 2 Mose 13,17 heißt, die nächste war, und auf welchen sie nicht die Hälfte von Tagen gebraucht hätten, um nach Kanaan |
| - | Wir haben auch manchen **Har Sapher**, manchen schönen Berg, nämlich | + | Seht den Gehorsam Israels. Obschon der gebahnten Heerstraße ganz nahe, sind sie doch weit entfernt, sie aus eigenem Gutdünken einzuschlagen, um so auf die kürzeste |
| - | Auf Bergen ist uns das Heil erworben, und nur in und aus der Höhe wird es gefunden. Trachtet deswegen nicht nach dem, was auf Erden ist, sondern nach dem, was droben ist. Seid ihr Christen, | + | Ich bin der Meinung, dass diese Lagerstätte nicht nur von ihrer anmutigen Lage, sondern auch von der Einschicklichkeit |
| - | Wohl dem Israel, das auf dem Gebirge | + | Wir haben auch manchen **Har Sapher**, manchen schönen Berg, nämlich den Berg Golgatha |
| - | Darauf folget der zweite Schritt: wo der Mensch seine Sünde bereuet. Solchen Thränen kann der barmherzige Herr nicht widerstehen. Der Erzvater Jakob bekämpfte und besiegte ihn mit diesen Waffen. – Hiskia weinte sehr, und so kam das Wort des Herrn zu Jesaia, der noch nicht halb aus der Stadt war, und mußte ihm sagen: der Herr hat diene Thränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen, erretten | + | Auf Bergen ist uns das Heil erworben, und nur in und aus der Höhe wird es gefunden. Trachtet deswegen |
| - | Die eifrigsten Anstrengungen führen nicht zum Ziel, und regen das Verderben nur noch mehr auf; die Vorsätze lassen ohne Kraft und ermatten; im Gesetz | + | Wohl dem Israel, das auf dem Gebirge Sapher, dem Gebirge der Schönheit lagert, denn daselbst wird man schön. Wir sind’s von Natur nicht, |
| - | Der Herr Jesus läßt die Seele hier nicht stecken, sondern offenbart sich ihr, als voll Gnade und Wahrheit. Sie wird gläubig – ein noch mehreres Hinaufklimmen auf das schöne Gebirge, ein vierter Schritt. Es wird ihr göttlich gewiß, daß Jesus Sünder selig macht, und so findet auch sie Ruhe. Ihre Sünderschaft quält sie nun nicht mehr, obschon sie beugt, zugleich aber fühlt sie sich dadurch um so mehr zu Jesu hingedrängt. Und was kann man Schöneres sehen, als ein so recht gläubiges und zuversichtliches Herz, das gänzlich durch Christum auf Gott vertraut, wie ein liebes Kind auf seinen lieben Vater, und nichts mehr sorgt: nicht wegen der in der Unwissenheit begangenen Sünden, weil Christi Blut sie abgewaschen hat; nicht wegen der anklebenden Verdorbenheit, welche mit dem Leiden und Sterben Christi bedecket | + | Was offenbar wird, ist Licht, sagt Paulus Eph. 5,18. Es kommt also alsdann schon ein göttliches Keimlein |
| - | Wie schön sind die Seelen, die da leiden. Was kann schöner sein, als um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden? | + | Darauf folgt der zweite Schritt: wo der Mensch seine Sünde bereut. Solchen Tränen |
| - | Wie schön ist die betende Seele. Gott nimmt einen Titel davon an, wenn er sich Ps. 65,3 den Erhöhrer | + | Nichts schöneres, als ein weinender Sünder. Solchen Anblicks freuen sich selbst |
| - | Man ist zu Sapher, wenn man sich selbst verläugnet, und das ist schön. Wie häßlich ist der, welcher | + | Die eifrigsten Anstrengungen führen nicht zum Ziel, und regen das Verderben nur noch mehr auf; die Vorsätze lassen ohne Kraft und ermatten; im Gesetz |
| - | Zu Sapher wird man schön, denn diejenigen, die daselbst lagern, werden von Gott selbst angezogen mit den Kleidern des Heils, und mit dem Rock der Gerechtigkeit bekleidet, wie ein Bräutigam mit priesterlichem Schmuck gezieret, und wie eine Braut in ihrem Geschmeide pranget, daß sie sich freuen | + | O! du Arm des Herrn, zeuch Macht an, wie vor Alters. – Habt ihr den nicht gesehen, den meine Seele liegt? O sagt ihm, ich sei krank vor Verlangen. – Nach dir, Herr, verlangt mich! wann werde ich dahin kommen, dass ich dein Angesicht schaue |
| - | So lagere der Herr uns auch zu Sapher, und geleite | + | Der Herr Jesus lässt die Seele hier nicht stecken, sondern offenbart sich ihr, als voll Gnade und Wahrheit. Sie wird gläubig – ein noch mehreres Hinaufklimmen auf das schöne Gebirge, ein vierter Schritt. Es wird ihr göttlich gewiss, dass Jesus Sünder selig macht, und so findet |
| + | Wie schön sind die Seelen, die da leiden. Was kann schöner sein, als um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden? Der Mund der Wahrheit preist sie selig, und erkennt ihnen das Himmelreich, | ||
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| + | Wie schön ist die betende Seele. Gott nimmt einen Titel davon an, wenn er sich Ps. 65,3 den Erhörer des Gebets nennen lässt, und Ps. 109,4. sagt der Messias: Ich bin das Gebet. Siehe, er betet, sagt er von Saulo. Darauf achtet der Herr, da sonst, was groß vor der Welt erscheint, Ihm ein Gräuel ist. Jenes aber zieht seine gnädige Aufmerksamkeit auf sich. Das Gebet tut Wunder, denn alles, was ihr bittet, in eurem Gebet, glaubt nur, so werdet ihr’s empfangen. Wie wohlgefällig ist ihm seiner Kinder Dank, und wer Dank opfert, preist ihn, und das ist der Weg, dass er ihm zeige sein Heil. – Welch ein Gewicht legt Eliphas von Theman, Hiob 22,9. auf die Fürbitte, wie er’s auch hernach selber erfahren musste, wenn er zum Hiob sagt: wird jemand erniedrigt, und du wirst sagen: er werde erhöht, so wird Gott den Niedrigen erhalten; Er wird auch den erhalten, der nicht unschuldig ist, um der Reinigkeit deiner Hände, d.i. deiner Fürbitte willen. Lass mich hören deine Stimme, spricht der Bräutigam Hohel. 2, denn deine Stimme ist süße und deine Rede lieblich. Deine Lippen sind wie ein triefender Honigseim. | ||
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| + | Man ist zu Sapher, wenn man sich selbst verleugnet, und das ist schön. Wie hässlich ist der, welcher seinen Verstand überall will hervorleuchten lassen, der seinen Willen durchsetzen, | ||
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| + | Zu Sapher wird man schön, denn diejenigen, die daselbst lagern, werden von Gott selbst angezogen mit den Kleidern des Heils, und mit dem Rock der Gerechtigkeit bekleidet, wie ein Bräutigam mit priesterlichem Schmuck geziert, und wie eine Braut in ihrem Geschmeide prangt, dass sie sich freuen in dem Herrn, und fröhlich sind in ihrem Gott. Da stirbt’s sich denn auch schön, weil es nur der steile Überschritt auf den Gipfel des Berges Sapher ist, wo Freude die Fülle und liebliches Wesen ist zu seiner Rechten immer und ewiglich. | ||
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| + | So lagere der Herr uns auch zu Sapher, und geleite uns durch die Wolken- und Feuersäule glücklich dahin! Amen. | ||
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