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-======Krummacher, Gottfried Daniel - Die Wanderungen Israels durch die Wüste nach Kanaan (31)======+======Krummacher, Gottfried Daniel - Die Wanderungen Israels durch die Wüste nach Kanaan  31. Predigt  (Libna)======
  
-**Ein und dreißigste Predigt.** +//Sechzehnte Lagerstätte: Libna.//
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-//Sechszehnte Lagerstätte: Libna.//+
  
 4. Buch Mosis 33,20. 4. Buch Mosis 33,20.
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 Gott sei ewig Lob und Preis und Dank, es gibt ein Libna, es gibt eins für uns, wo wir weiß werden. Gott ist barmherzig, das ist wahr. Er ist barmherziger, als wir’s fassen, verstehen und begreifen können. Aber dies gilt auch von seiner Heiligkeit, und diese muss notwendig erst befriedigt werden, ehe jene sich erweisen kann. Denn die Erweisungen des Erbarmens sind frei, die der Heiligkeit und Gerechtigkeit notwendig. Aber seine erbarmende Weisheit fand ein wundervolles Mittel, uns ein Libna zubereiten zu lassen, wo wir weiß werden, uns einen Born wider alle Sünde und Unreinigkeit zu eröffnen, wo wir mit reinem Wasser besprengt, rein werden von unseren Sünden und all unseren Götzen. Da steht auch ein Baum, mag’s auch nur ein schlechter Pappelbaum sein, da steht ein Kreuz, an sich ein Zeichen des Fluchs, an demselben hängt Einer, als der große Verfluchte, und dadurch, dass Er am Kreuze hängt, dadurch, dass Er ein Fluch wird, erlöst Er vom verdienten Fluch, und erwirbt den verscherzten Segen. Er, der Allerheiligste, wird kraft einer wunderbaren Verwechslung im göttlichen Gericht zur Sünde, zur Unreinigkeit gemacht, ging, wie David Psalm 88,7 sagt, den ganzen Tag in Schwarz. Unter die Übeltäter ward Er gerechnet, und als ein Übeltäter behandelt, obschon Er von keiner Sünde wusste, und kein Betrug in seinem Munde je erfunden ward. Auf ihm lag die Strafe, die wir verdient hatten. Als ein Unreiner ward Er von dem Angesicht seines Gottes verstoßen. –  Gott sei ewig Lob und Preis und Dank, es gibt ein Libna, es gibt eins für uns, wo wir weiß werden. Gott ist barmherzig, das ist wahr. Er ist barmherziger, als wir’s fassen, verstehen und begreifen können. Aber dies gilt auch von seiner Heiligkeit, und diese muss notwendig erst befriedigt werden, ehe jene sich erweisen kann. Denn die Erweisungen des Erbarmens sind frei, die der Heiligkeit und Gerechtigkeit notwendig. Aber seine erbarmende Weisheit fand ein wundervolles Mittel, uns ein Libna zubereiten zu lassen, wo wir weiß werden, uns einen Born wider alle Sünde und Unreinigkeit zu eröffnen, wo wir mit reinem Wasser besprengt, rein werden von unseren Sünden und all unseren Götzen. Da steht auch ein Baum, mag’s auch nur ein schlechter Pappelbaum sein, da steht ein Kreuz, an sich ein Zeichen des Fluchs, an demselben hängt Einer, als der große Verfluchte, und dadurch, dass Er am Kreuze hängt, dadurch, dass Er ein Fluch wird, erlöst Er vom verdienten Fluch, und erwirbt den verscherzten Segen. Er, der Allerheiligste, wird kraft einer wunderbaren Verwechslung im göttlichen Gericht zur Sünde, zur Unreinigkeit gemacht, ging, wie David Psalm 88,7 sagt, den ganzen Tag in Schwarz. Unter die Übeltäter ward Er gerechnet, und als ein Übeltäter behandelt, obschon Er von keiner Sünde wusste, und kein Betrug in seinem Munde je erfunden ward. Auf ihm lag die Strafe, die wir verdient hatten. Als ein Unreiner ward Er von dem Angesicht seines Gottes verstoßen. – 
  
-Aber nun heißt es auch im vollsten Sinne, was einst in einem sehr eingeschränkten Verstande, von jenem vorbildlichen Versöhntage gesagt wurde. An diesem Tage geschieht eure Versöhnung, dass ihr gereinigt werdet; von allen euern Sünden werdet ihr gereinigt vor dem Herrn, 3. B. Mos. 16. Hier floss ein Blut, das Blut des Sohnes Gottes, das uns rein macht von allen unseren Sünden. Hier ward eine vollkommene Versöhnung gestiftet, die von allen Sünden reinigt und ewig gilt. In einer mondhellen Nacht ward sie begonnen, und der Vollmond war gleichsam mit seinem Menschenangesicht der stille Zeuge Seiner großen Angst, in Nacht ward sie vollendet, wo die Sonne samt dem Monde sich in Finsternis verhüllten, und ihren Glanz wieder annahmen, als Er ausgerufen hatte: Es ist vollbracht. Da wurde Gott vollkommen mit dem Sünder versöhnt; da ward die Macht des Satans aufgehoben; da der Eingang zum Leben eröffnet; da machte Er die Reinigung unserer Sünden durch sich selbst; da sind wir Verabscheuungswürdige angenehm gemacht worden durch den Gerechten.+Aber nun heißt es auch im vollsten Sinne, was einst in einem sehr eingeschränkten Verstande, von jenem vorbildlichen Versöhntage gesagt wurde. An diesem Tage geschieht eure Versöhnung, dass ihr gereinigt werdet; von allen euren Sünden werdet ihr gereinigt vor dem Herrn, 3. B. Mos. 16. Hier floss ein Blut, das Blut des Sohnes Gottes, das uns rein macht von allen unseren Sünden. Hier ward eine vollkommene Versöhnung gestiftet, die von allen Sünden reinigt und ewig gilt. In einer mondhellen Nacht ward sie begonnen, und der Vollmond war gleichsam mit seinem Menschenangesicht der stille Zeuge Seiner großen Angst, in Nacht ward sie vollendet, wo die Sonne samt dem Monde sich in Finsternis verhüllten, und ihren Glanz wieder annahmen, als Er ausgerufen hatte: Es ist vollbracht. Da wurde Gott vollkommen mit dem Sünder versöhnt; da ward die Macht des Satans aufgehoben; da der Eingang zum Leben eröffnet; da machte Er die Reinigung unserer Sünden durch sich selbst; da sind wir Verabscheuungswürdige angenehm gemacht worden durch den Gerechten.
  
 Nun heißt’s aber auch: Macht euch gen Libna, wohin die Wolken- und Feuersäule weisen, damit ihr weiß werdet; ich will sagen, jagt nach der Heiligung, ohne welche wird Niemand den Herrn sehen. Wascht euch, reinigt euch, tut euer böses Wesen vor meinen Augen weg, lernt Gutes tun, trachtet nach Recht. Wer gen Libna geht, der sieht ein, wie unrein er sei. Es gab schon zu Salomo’s Zeiten nach Spr. 39. eine Art, die sich rein dünkte, und doch von ihrem Kot nicht gewaschen ist. Es gab zu Christi Zeiten Leute, die sich selbst vermaßen, fromm zu sein, und fragten: sind wir auch blind? Diese Art ist noch nicht ausgestorben. Erkenne aber deine Missetat. Werde ganz schwarz in deinen eigenen Augen, wie du es in den Augen Gottes bist, also, dass du dir selbst missfällst, so hast du den ersten Schritt gen Libna getan, und wirst den zweiten tun, wenn du die Notwendigkeit der Abwaschung erkennest. So, wie du bist, kannst du keine Gemeinschaft mit Gott haben, kannst ihm nicht gefallen, kannst ihm nicht dienen. Bleibst du so, wie du von Natur bist, so gibt’s für dich keinen Himmel, keine Seligkeit. Es ist gar ungemein Vieles, was du noch nicht hast, was aber in dir gewirkt werden muss, und was niemand als die Gnade Gottes, die dem ruft, das nicht ist, dass es sei, aus lauter Barmherzigkeit in dir schaffen muss. Wahrlich, wahrlich, beteuert uns Christus, es sei denn, dass jemand von Neuem geboren werde, sonst kann er das Reich Gottes nicht sehen. Es ist ein Erbteil da, aber ein Erbteil der Heiligen im Lichte, und die Tüchtigmachung zu demselben, ist was Großes und Notwendiges. Es ist ein Himmel da, aber nichts Gemeines und Unreines kommt in denselbigen, sondern muss draußen bleiben. Wohl dir, wenn dir dies alles gewisse Wahrheiten sind, wenn du mit Johannes bekennst: ich bedarf’s, von dir gewaschen zu werden, und mit Petro sagst: Herr, wache mir Hände, Füße und Haupt. Den dritten Schritt gen Libna wirst du tun, wenn du die Reinigung der Seele von allen ihren Sünden von Herzen suchst und begehrst. So war’s bei David. Wasche mich wohl von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde. Entsündige mich mit Isop, dass ich rein werde, wasche mich, dass ich schneeweiß werde. Schaffe in mir, o Gott, ein rein Herz, und gib mir einen neuen gewissen Geist – so betete er Ps. 51. Was verdient mehr von uns gesucht zu werden, als jenes weiße Kleid der Unschuld und Heiligkeit, als die Reinigung unserer Seele durch die Vergebung der Sünden und Wiedergeburt. Dies Kleid berechtigt zugleich zur Teilnahme an dem himmlischen Hochzeitsmale. Sollten wir unseren Leib schmücken, wohl mit Sorgfalt zieren, und unsere Seele vernachlässigen? Sollten wir ungern an unserem Körper den Schmutz, oder ein verstellendes Malzeichen dulden, und unsere Seele, mit allerlei Makeln und Flecken entstellt bleiben lassen wollen? Das würde ja höchst unverständig sein und schreckliche Folgen haben. Wer verständig ist, sucht mit dem größten Ernst die Reinigung seiner Seele von allen seinen Sünden, der betrachtet die Vergebung der Sünden, und die Erneuerung unserer Herzen, als den allerkostbaresten Schatz. Nun heißt’s aber auch: Macht euch gen Libna, wohin die Wolken- und Feuersäule weisen, damit ihr weiß werdet; ich will sagen, jagt nach der Heiligung, ohne welche wird Niemand den Herrn sehen. Wascht euch, reinigt euch, tut euer böses Wesen vor meinen Augen weg, lernt Gutes tun, trachtet nach Recht. Wer gen Libna geht, der sieht ein, wie unrein er sei. Es gab schon zu Salomo’s Zeiten nach Spr. 39. eine Art, die sich rein dünkte, und doch von ihrem Kot nicht gewaschen ist. Es gab zu Christi Zeiten Leute, die sich selbst vermaßen, fromm zu sein, und fragten: sind wir auch blind? Diese Art ist noch nicht ausgestorben. Erkenne aber deine Missetat. Werde ganz schwarz in deinen eigenen Augen, wie du es in den Augen Gottes bist, also, dass du dir selbst missfällst, so hast du den ersten Schritt gen Libna getan, und wirst den zweiten tun, wenn du die Notwendigkeit der Abwaschung erkennest. So, wie du bist, kannst du keine Gemeinschaft mit Gott haben, kannst ihm nicht gefallen, kannst ihm nicht dienen. Bleibst du so, wie du von Natur bist, so gibt’s für dich keinen Himmel, keine Seligkeit. Es ist gar ungemein Vieles, was du noch nicht hast, was aber in dir gewirkt werden muss, und was niemand als die Gnade Gottes, die dem ruft, das nicht ist, dass es sei, aus lauter Barmherzigkeit in dir schaffen muss. Wahrlich, wahrlich, beteuert uns Christus, es sei denn, dass jemand von Neuem geboren werde, sonst kann er das Reich Gottes nicht sehen. Es ist ein Erbteil da, aber ein Erbteil der Heiligen im Lichte, und die Tüchtigmachung zu demselben, ist was Großes und Notwendiges. Es ist ein Himmel da, aber nichts Gemeines und Unreines kommt in denselbigen, sondern muss draußen bleiben. Wohl dir, wenn dir dies alles gewisse Wahrheiten sind, wenn du mit Johannes bekennst: ich bedarf’s, von dir gewaschen zu werden, und mit Petro sagst: Herr, wache mir Hände, Füße und Haupt. Den dritten Schritt gen Libna wirst du tun, wenn du die Reinigung der Seele von allen ihren Sünden von Herzen suchst und begehrst. So war’s bei David. Wasche mich wohl von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde. Entsündige mich mit Isop, dass ich rein werde, wasche mich, dass ich schneeweiß werde. Schaffe in mir, o Gott, ein rein Herz, und gib mir einen neuen gewissen Geist – so betete er Ps. 51. Was verdient mehr von uns gesucht zu werden, als jenes weiße Kleid der Unschuld und Heiligkeit, als die Reinigung unserer Seele durch die Vergebung der Sünden und Wiedergeburt. Dies Kleid berechtigt zugleich zur Teilnahme an dem himmlischen Hochzeitsmale. Sollten wir unseren Leib schmücken, wohl mit Sorgfalt zieren, und unsere Seele vernachlässigen? Sollten wir ungern an unserem Körper den Schmutz, oder ein verstellendes Malzeichen dulden, und unsere Seele, mit allerlei Makeln und Flecken entstellt bleiben lassen wollen? Das würde ja höchst unverständig sein und schreckliche Folgen haben. Wer verständig ist, sucht mit dem größten Ernst die Reinigung seiner Seele von allen seinen Sünden, der betrachtet die Vergebung der Sünden, und die Erneuerung unserer Herzen, als den allerkostbaresten Schatz.