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| - | ======Krummacher, | + | ======Krummacher, |
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| - | **Neun und zwanzigste Predigt.** | + | |
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| - | (Schluß.) | + | (Schluss.) |
| - | 4. Buch Mosis 15,36. und C. 16. | + | 4. Buch Mosis 15,36. und K. 16. |
| - | In dieser Woche nimmt die feierliche Zeit ihren Anfang, welche der ausführlichen Betrachtung des allerheiligsten, | + | In dieser Woche nimmt die feierliche Zeit ihren Anfang, welche der ausführlichen Betrachtung des allerheiligsten, |
| - | Fragt Paulus im Ganzen von der Verkündigung des Evangelii: wer ist hierzu tüchtig? so gilt dies von den Leidensbetrachtungen in vorzüglichem | + | Fragt Paulus im Ganzen von der Verkündigung des Evangelii: wer ist hierzu tüchtig? so gilt dies von den Leidensbetrachtungen in vorzüglichem |
| - | Unter dem Alten Testament | + | Unter dem Alten Testament |
| - | Unser diesmaliger Vortrag hat den Zweck, zu einer Einleitung in die, mit dem künftigen | + | Unser diesmaliger Vortrag hat den Zweck, zu einer Einleitung in die, mit dem künftigen |
| Der Herr verleihe uns gnädiglich Licht und Segen von oben! | Der Herr verleihe uns gnädiglich Licht und Segen von oben! | ||
| - | Der Text ist sehr lang, ich denke aber auch so merkwürdig und wichtig, | + | Der Text ist sehr lang, ich denke aber auch so merkwürdig und wichtig, |
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| + | Wir befinden uns noch an den Grenzen Kanaans zu **Ritma**. Daselbst trug sich auch diese klägliche Geschichte zu. Ihr werdet über dem Vorlesen derselben schon manche Anmerkung gemacht und manche Eindrücke bekommen haben. Wir heben insbesondere einen doppelten Gesichtspunkt hervor, nämlich die Unverbrüchlichkeit 1. des Gesetzes, und 2. des Priestertums. | ||
| - | Wir befinden uns noch an den Gränzen Kanaans zu **Ritma**. Daselbst trug sich auch diese klägliche Geschichte zu. Ihr werdet über dem Vorlesen derselben schon manche Anmerkung gemacht | + | Die Strenge und Unverbrüchlichkeit des Gesetzes leuchtet aus der Geschichte des Sabbatschänders hervor. Die Sache war diese. |
| - | Die Strenge und Unverbrüchlichkeit des Gesetzes leuchtet aus der Geschichte des Sabbatschänders hervor. Die Sache war diese. An einem Sabbat ging ein Mann im Lager umher und las etwas Holz auf. Das war seine That. Aber wenn sich das auch nicht rechtfertigen ließ, so entschuldigte | + | Aber seht! welch eine erstaunliche Bewegung macht diese scheinbare Kleinigkeit |
| - | Aber seht! welch eine erstaunliche Bewegung macht diese scheinbare Kleinigkeit im ganzen Lager. Die Leute, welche | + | Jetzt entschied der Herr selbst. Und was meinen wir wohl, urteilte Gott über ihn? Hieß es: er solle auf freien Fuß gesetzt werden, mit der Erinnerung, es hinfort nicht wieder zu tun, da er diesmal mehr aus Unwissenheit, |
| - | Jetzt entschied der Herr selbst. Und was meinen wir wohl, urtheilte Gott über ihn? Hieß es: er solle auf freien Fuß gesetzt werden, mit der Erinnerung, es hinfort nicht wieder zu thun, da er diesmal mehr aus Unwissenheit, | + | Nun, was war denn das Urteil, das über den Mann erging, welcher Holz aufgelesen am Sabbat? Der Herr sprach |
| - | Nun, was war denn das Urtheil, das über den Mann erging, welcher Holz aufgelesen am Sabbat? Der Herr sprach zu Mose: der Mann soll des Todes sterben, die ganze Gemeine soll ihn steinigen. Und dies Urtheil ward also vollzogen. – Da sehen wir an einer einzelnen Probe, die furchtbare Strenge und Genauigkeit des göttlichen Gesetzes. An einer einzelnen Probe, sag ich, denn dies dehnt sich über alle Gebote aus, über welchen mit gleicher Strenge gehalten wird. Mögen Menschen es so genau nicht nehmen, so nimmts Gott desto strenger. Wer an Einem fehlt, ist des ganzen Gesetzes schuldig. Man besinne sich doch darüber, was das sagen will, und wie es um uns steht, wenn dieser Regel gemäß mit uns verfahren werden soll. Wer unter uns dürfte sagen, er habe nur an Einem gefehlt? Und wenn jemand das gestehen müßte, so wäre er ja verloren. Wievielmehr derjenige, der oft und viel gefehlt hat. Von jeglichem unnützen Wort sollen die Menschen Rechenschaft geben. Was für eine Rechnung gibt das! Laßt uns ja mit unsern Herzen und Gedanken dabei verweilen, und das wohl überlegen, denn es ist nicht Menschen, sondern Gottes Wort und Lehre. – Warum aber bei einem so ängstlichen Gegenstand verweilen? Damit wir unsere Sünde und unsern | + | Warum aber bei einem so ängstlichen Gegenstand verweilen? Damit wir unsere Sünde und unseren |
| - | Bei einem solchen Sinne habt ihr auch eine gute Vorbereitung zu einer zweckmäßigen Betrachtung der Leiden unseres Herrn, deren Zeit nun heranrückt, | + | Bei einem solchen Sinne habt ihr auch eine gute Vorbereitung zu einer zweckmäßigen Betrachtung der Leiden unseres Herrn, deren Zeit nun heranrückt, |
| - | Die Geschichte Korah bestätigt auf eine schreckliche Weise das vorbildliche | + | Die Geschichte Korah bestätigt auf eine schreckliche Weise das vorbildliche |
| - | Hierher gehören unter andern | + | Hierher gehören unter anderen |
| - | Was heißt das denn wohl, das Priesterthum | + | Was heißt das denn wohl, das Priestertum |
| - | Jesus Christus ist der wahre Hohepriester, | + | Jesus Christus ist der wahre Hohepriester, |
| - | Einen vornehmen | + | Einen vornehmen |
| In dieses einigen Priesters Werk nun liegt unser ganzes Heil, von seinem Anfang bis zu seiner Vollendung. In demselbigen sind die Gläubigen vollkommen. Dies Opfer bedarf deswegen keiner Wiederholung, | In dieses einigen Priesters Werk nun liegt unser ganzes Heil, von seinem Anfang bis zu seiner Vollendung. In demselbigen sind die Gläubigen vollkommen. Dies Opfer bedarf deswegen keiner Wiederholung, | ||
| - | Was nun der Rotte Korah, in Absicht des vorbildenden | + | Was nun der Rotte Korah, in Absicht des vorbildenden |
| - | Wie macht man sich denn derselben schuldig? Auf eine gröbere und subtilere Weise. Selbst die Namen der Männer, die sich des von Gott verordneten vorbildenden | + | Wie macht man sich denn derselben schuldig? Auf eine gröbere und subtilere Weise. Selbst die Namen der Männer, die sich des von Gott verordneten vorbildenden |
| - | Ehemals gab es nur einzelne Sekten, nämlich die Pelagianer und später die Socinianer, welche geradezu nebst der Gottheit des Sohnes Gottes, auch sein Priesterthum, so wie die Verderbniß | + | Ehemals gab es nur einzelne Sekten, nämlich die Pelagianer und später die Sozinianer, welche geradezu nebst der Gottheit des Sohnes Gottes, auch sein Priestertum, so wie die Verderbnis |
| - | Ihr Gedemüthigten | + | Ihr Gedemütigten |
| - | Ich darf in’s | + | Ich darf ins innerste |
| Grämen, schämen hat ein Ende, weil die Hände sind durchgraben, | Grämen, schämen hat ein Ende, weil die Hände sind durchgraben, | ||
| Die für mich bezahlet haben. | Die für mich bezahlet haben. | ||
| - | Ach! so öffne uns denn der heil. Geist, der’s allein vermag, das herrliche | + | Ach! so öffne uns denn der heil. Geist, der’s allein vermag, das herrliche |
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