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-======Krummacher, Gottfried Daniel - Die Wanderungen Israels durch die Wüste nach Kanaan (Eingang).====== +======Krummacher, Gottfried Daniel - Die Wanderungen Israels durch die Wüste nach Kanaan - 1. Predigt (Eingang).======
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-=====Erste Predigt.===== +
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-//Eingang.//+
  
 Alle Schrift von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit; sagt der Apostel 2. Tim. 3,16. Er erklärt also die ganze heilige Schrift für eingegeben von Gott und für nützlich. Die Nützlichkeit der Schrift leuchtet fast aus allen Teilen derselben hervor. Aber der Ausspruch des Apostels lautet so allgemein, dass gar nichts von der Nützlichkeit ausgenommen ist, wenn uns dies auch nicht immer und überall einleuchtet. Und ist es etwa uns nicht nützlich, so ist es das Andern, ist’s jetzt nicht mehr, so war’s ehemals. – Paulus selbst erscheint oft als ein seltsamer Schriftausleger. So führt er z.B. 1. Tim. 5,18. die göttliche Anordnung an, den Ochsen, die man ehemals zum Dreschen brauchte, das Maul nicht zu verbinden; und zwar als einen Beweis, dass die Gemeinen schuldig sind, für den Unterhalt ihrer Prediger zu sorgen. 1. Kor. 9,9. führt er denselben Beweisgrund an und setzt noch wohl seltsamer Weise hinzu: Sorgt Gott für die Ochsen? Oder sagt er’s nicht allerdings um unsert willen? – denn es ist ja um unsert willen geschehen. Dasselbe sagt er auch Röm. 4. von Abraham, von welchem die Schrift sagt: er hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. Dasselbe ist aber geschrieben nicht allein um seinetwillen, sondern auch um unsertwillen, welchen es soll zugerechnet werden, so wir glauben an den, der unseren Herrn Jesum auferweckt hat von den Toten. Bei Letzterm leuchtet es aber eher ein, als bei dem, was Gott von den Ochsen sagt. – Welche merkwürdige Deutung gibt der Apostel Gal. 4., der Geschichte mit Ismael und Isaac, sagt ausdrücklich, die Worte bedeuten etwas und zwar die beiden Testamente, wovon eins zur Knechtschaft, das Andere zur Freiheit gebiert, und führt dabei die Bedeutung des Namens Hagar im Arabischen an, welche die Mutter Ismaels war. Bekannt ist es auch, welche wichtige Lehren er im Hebräerbrief aus der Bedeutung des Wortes Melchisedek herleitet, und sogar aus dem sowohl herleitet, was von ihm gesagt, als verschwiegen wird. Alle Schrift von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit; sagt der Apostel 2. Tim. 3,16. Er erklärt also die ganze heilige Schrift für eingegeben von Gott und für nützlich. Die Nützlichkeit der Schrift leuchtet fast aus allen Teilen derselben hervor. Aber der Ausspruch des Apostels lautet so allgemein, dass gar nichts von der Nützlichkeit ausgenommen ist, wenn uns dies auch nicht immer und überall einleuchtet. Und ist es etwa uns nicht nützlich, so ist es das Andern, ist’s jetzt nicht mehr, so war’s ehemals. – Paulus selbst erscheint oft als ein seltsamer Schriftausleger. So führt er z.B. 1. Tim. 5,18. die göttliche Anordnung an, den Ochsen, die man ehemals zum Dreschen brauchte, das Maul nicht zu verbinden; und zwar als einen Beweis, dass die Gemeinen schuldig sind, für den Unterhalt ihrer Prediger zu sorgen. 1. Kor. 9,9. führt er denselben Beweisgrund an und setzt noch wohl seltsamer Weise hinzu: Sorgt Gott für die Ochsen? Oder sagt er’s nicht allerdings um unsert willen? – denn es ist ja um unsert willen geschehen. Dasselbe sagt er auch Röm. 4. von Abraham, von welchem die Schrift sagt: er hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. Dasselbe ist aber geschrieben nicht allein um seinetwillen, sondern auch um unsertwillen, welchen es soll zugerechnet werden, so wir glauben an den, der unseren Herrn Jesum auferweckt hat von den Toten. Bei Letzterm leuchtet es aber eher ein, als bei dem, was Gott von den Ochsen sagt. – Welche merkwürdige Deutung gibt der Apostel Gal. 4., der Geschichte mit Ismael und Isaac, sagt ausdrücklich, die Worte bedeuten etwas und zwar die beiden Testamente, wovon eins zur Knechtschaft, das Andere zur Freiheit gebiert, und führt dabei die Bedeutung des Namens Hagar im Arabischen an, welche die Mutter Ismaels war. Bekannt ist es auch, welche wichtige Lehren er im Hebräerbrief aus der Bedeutung des Wortes Melchisedek herleitet, und sogar aus dem sowohl herleitet, was von ihm gesagt, als verschwiegen wird.