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 V. 11. ** Freut euch des Herrn. ** An den Hinweis auf das wahre Glück, welches für alle Frommen fertig und bereit liegt, schließt sich nun mit gutem Recht eine Mahnung zur Freude. Dass man sich des Herrn freuen soll, will besagen, dass man unbedenklich auf seine gnädige Gesinnung trauen darf, da er so gütig und freundlich die Aussöhnung anbietet. So wollen wir uns denn merken, dass es die unvergleichlichste Frucht des Glaubens ist, die auch Paulus (Gal. 5, 22) preist, wenn die Frommen mit ruhigem und heiterem Gewissen Frieden und Freude im Geist genießen. Denn überall, wo der Glaube kräftig ist, folgt ihm dies heilige Rühmen. Da aber die Welt durch ihre Gottlosigkeit sich dieser Freude beraubt, so wendet David sich an die ** Gerechten.** Dieselben redet er auch als die ** frommen Herzen ** an, um uns einzuprägen, dass der Schein der äußeren Gerechtigkeit, der den Menschen in die Augen fällt, vor Gott nichts ist. Aber wie können Leute, deren ganzes Glück auf dem gnädigen Erbarmen Gottes und darauf beruht, dass ihnen ihre Sünden nicht zugerechnet werden, „Gerechte“ heißen? Ich antworte, dass nur diejenigen zu Gnaden angenommen werden, die an ihren Fehlern Missfallen haben und von Herzen Buße tun. Nicht als ob sie durch die Buße sich Vergebung erwerben könnten: aber der Glaube kann nie von dem Geiste der Wiedergeburt getrennt werden. Ja, wenn sie angefangen haben, sich dem Herrn zu ergeben, so nimmt er ihre aufrichtige Herzensgesinnung also an, als wenn sie ganz fehlerlos und vollkommen wäre. Denn der Glaube versöhnt die Menschen nicht nur mit Gott, sondern heiligt auch alles, was bisher unvollkommen in ihnen war, so dass der Gläubige durch die Nachsicht Gottes gerecht ist, obwohl er sich ein so großes Gut durch kein Verdienst erworben hat.  V. 11. ** Freut euch des Herrn. ** An den Hinweis auf das wahre Glück, welches für alle Frommen fertig und bereit liegt, schließt sich nun mit gutem Recht eine Mahnung zur Freude. Dass man sich des Herrn freuen soll, will besagen, dass man unbedenklich auf seine gnädige Gesinnung trauen darf, da er so gütig und freundlich die Aussöhnung anbietet. So wollen wir uns denn merken, dass es die unvergleichlichste Frucht des Glaubens ist, die auch Paulus (Gal. 5, 22) preist, wenn die Frommen mit ruhigem und heiterem Gewissen Frieden und Freude im Geist genießen. Denn überall, wo der Glaube kräftig ist, folgt ihm dies heilige Rühmen. Da aber die Welt durch ihre Gottlosigkeit sich dieser Freude beraubt, so wendet David sich an die ** Gerechten.** Dieselben redet er auch als die ** frommen Herzen ** an, um uns einzuprägen, dass der Schein der äußeren Gerechtigkeit, der den Menschen in die Augen fällt, vor Gott nichts ist. Aber wie können Leute, deren ganzes Glück auf dem gnädigen Erbarmen Gottes und darauf beruht, dass ihnen ihre Sünden nicht zugerechnet werden, „Gerechte“ heißen? Ich antworte, dass nur diejenigen zu Gnaden angenommen werden, die an ihren Fehlern Missfallen haben und von Herzen Buße tun. Nicht als ob sie durch die Buße sich Vergebung erwerben könnten: aber der Glaube kann nie von dem Geiste der Wiedergeburt getrennt werden. Ja, wenn sie angefangen haben, sich dem Herrn zu ergeben, so nimmt er ihre aufrichtige Herzensgesinnung also an, als wenn sie ganz fehlerlos und vollkommen wäre. Denn der Glaube versöhnt die Menschen nicht nur mit Gott, sondern heiligt auch alles, was bisher unvollkommen in ihnen war, so dass der Gläubige durch die Nachsicht Gottes gerecht ist, obwohl er sich ein so großes Gut durch kein Verdienst erworben hat. 
  
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