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-======Arndt, Friedrich - Beschneidung Jesu. Immanuel. ======+======Arndt, Johann Friedrich Wilhelm - Beschneidung Jesu. Immanuel. ======
  
 Neujahr! Das Wort hat einen eigentümlichen, hellen Klang für jedes fühlende und ernste Gemüt. Was der Geburtstag für denjenigen ist, der an demselben das Licht der Welt erblickt hat und für seine Freunde und Verwandte, das ist der Jahresanfang für alle, welche nach derselben Zeitrechnung ihre Monden und Jahre berechnen, er ist auch Geburtstag, Geburtstag eines und desselben Jahres- und Lebenszyklus für alle. Darum ist auch seine Feier eine Geburtstagsfeier; hier wie dort ein Freudentag voll Wünsche, Geschenke, Gebete und Segnungen; hier wie dort derselbe doppelte Janusblick, deren einer lobend und dankend zurückschaut in eine abgeschlossene Vergangenheit, der andere bittend und betend hinausschaut in eine verschlossene Zukunft, eine alte und eine neue Zeit zugleich wie von einer Warte aus umspannend. Und diese Neujahrswünsche und Verheißungen beziehen sich nicht bloß auf den Einzelnen, dem sie dargebracht werden, sie haben durchaus universellen Charakter, sie gehen das ganze Volk und Vaterland, alle Familien und Stände, alle Lebens- und Berufskreise, Vorgesetzte und Untergebene, Eltern und Kinder, Lehrer und Schüler, Herrschaften und Dienstboten, Vornehme und Geringe, Gesunde und Kranke, Frohe und Traurige an. Kein Tag im Jahre ist so reich an Wünschen wie dieser; jeder wünscht dem andern etwas, und zwar das, was seiner Meinung nach das Beste für ihn ist; der Eine Gesundheit, der Andere irdisches Glück, der Dritte langes Leben, der Vierte Gottes Segen. Wenn an einem Tage im Jahre Alle gleichsam eine große Familie bilden, die Selbstsucht verstummt und die hingebende Liebe das Wort nimmt, so ist es der Neujahrstag; an ihm redet das Herz, und es redet die Sprache des Wohlwollens und der Freude. Neujahr! Das Wort hat einen eigentümlichen, hellen Klang für jedes fühlende und ernste Gemüt. Was der Geburtstag für denjenigen ist, der an demselben das Licht der Welt erblickt hat und für seine Freunde und Verwandte, das ist der Jahresanfang für alle, welche nach derselben Zeitrechnung ihre Monden und Jahre berechnen, er ist auch Geburtstag, Geburtstag eines und desselben Jahres- und Lebenszyklus für alle. Darum ist auch seine Feier eine Geburtstagsfeier; hier wie dort ein Freudentag voll Wünsche, Geschenke, Gebete und Segnungen; hier wie dort derselbe doppelte Janusblick, deren einer lobend und dankend zurückschaut in eine abgeschlossene Vergangenheit, der andere bittend und betend hinausschaut in eine verschlossene Zukunft, eine alte und eine neue Zeit zugleich wie von einer Warte aus umspannend. Und diese Neujahrswünsche und Verheißungen beziehen sich nicht bloß auf den Einzelnen, dem sie dargebracht werden, sie haben durchaus universellen Charakter, sie gehen das ganze Volk und Vaterland, alle Familien und Stände, alle Lebens- und Berufskreise, Vorgesetzte und Untergebene, Eltern und Kinder, Lehrer und Schüler, Herrschaften und Dienstboten, Vornehme und Geringe, Gesunde und Kranke, Frohe und Traurige an. Kein Tag im Jahre ist so reich an Wünschen wie dieser; jeder wünscht dem andern etwas, und zwar das, was seiner Meinung nach das Beste für ihn ist; der Eine Gesundheit, der Andere irdisches Glück, der Dritte langes Leben, der Vierte Gottes Segen. Wenn an einem Tage im Jahre Alle gleichsam eine große Familie bilden, die Selbstsucht verstummt und die hingebende Liebe das Wort nimmt, so ist es der Neujahrstag; an ihm redet das Herz, und es redet die Sprache des Wohlwollens und der Freude.