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| ======Ahlfeld, | ======Ahlfeld, | ||
| - | ======Die Gnade unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, die Liebe Gottes des Vaters, und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch Allen. Amen.====== | + | Die Gnade unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, die Liebe Gottes des Vaters, und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch Allen. Amen |
| Text: Nahum Kap. 2, V. 1:\\ | Text: Nahum Kap. 2, V. 1:\\ | ||
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| Sodann bringt uns der Friede unsere Kinder wieder. Ja, Herr, bringe sie wieder! Lass ihnen auch auf dem Rückweg widerfahren. Bringe sie uns unverletzt an Leib und Seele wieder. Lass aus der längen Zeit, welche sie ohne häusliche Ordnung gelebt haben, keine böse Wurzel in ihren Herzen zurückbleiben! - Der Friede löst die Bande der Gefangenen. Unsere vielen fremden Gäste werden in ihre Heimat zurückkehren, | Sodann bringt uns der Friede unsere Kinder wieder. Ja, Herr, bringe sie wieder! Lass ihnen auch auf dem Rückweg widerfahren. Bringe sie uns unverletzt an Leib und Seele wieder. Lass aus der längen Zeit, welche sie ohne häusliche Ordnung gelebt haben, keine böse Wurzel in ihren Herzen zurückbleiben! - Der Friede löst die Bande der Gefangenen. Unsere vielen fremden Gäste werden in ihre Heimat zurückkehren, | ||
| - | II. | + | =====II. Im Dank hinaufgehen in den Himmel.===== |
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| - | Im Dank hinaufgehen in den Himmel. | + | |
| Halte deine Feiertage! ruft der Prophet Nahum. Heute ist ein solcher Feiertag, ein solcher Dankestag. Dass Gott mit uns gewesen ist, kann Niemand leugnen. In den ganzen achteinhalb Monaten des Krieges hat er uns von Sieg zu Sieg geführt. In der ganzen Zeit hat er unsere Heere vor großem Unfall behütet. Er ist der Hort und Siegesfürst gewesen. Das ist kein Schein; das ist keine trügerische Gabe, mit welcher er unser Volk um so tiefer ins Verderben stürzen will. Es ist ein klares Zeugnis und Siegel seiner Gnade und Barmherzigkeit gegen unser Volk. Darum heißt es heute bei uns: | Halte deine Feiertage! ruft der Prophet Nahum. Heute ist ein solcher Feiertag, ein solcher Dankestag. Dass Gott mit uns gewesen ist, kann Niemand leugnen. In den ganzen achteinhalb Monaten des Krieges hat er uns von Sieg zu Sieg geführt. In der ganzen Zeit hat er unsere Heere vor großem Unfall behütet. Er ist der Hort und Siegesfürst gewesen. Das ist kein Schein; das ist keine trügerische Gabe, mit welcher er unser Volk um so tiefer ins Verderben stürzen will. Es ist ein klares Zeugnis und Siegel seiner Gnade und Barmherzigkeit gegen unser Volk. Darum heißt es heute bei uns: | ||
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| Dass aber der Krieg mit seinem furchtbaren Ernst, wo der Todesengel stündlich auch neben dem gesündesten Mann herschreitet, | Dass aber der Krieg mit seinem furchtbaren Ernst, wo der Todesengel stündlich auch neben dem gesündesten Mann herschreitet, | ||
| - | III. | + | =====III. Im Gelübde in die Zukunft.===== |
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| - | Im Gelübde in die Zukunft. | + | |
| Bezahle deine Gelübde. Wie es je und je Sitte gewesen ist, haben auch nach diesem großen Kampf die Sieger den Besiegten Friedensbedingungen auferlegt. Wir wollen uns aber bei denselben nicht lange aufhalten. Wir wollen hier die Wichtigkeit der eroberten Provinzen und ihrer Festungen nicht erörtern. Noch weniger wollen wir die Milliarden zählen und uns die gewaltige Summe klar machen. Aber daran wollen wir denken, dass auch der Siegverleiher den Siegern wie den Besiegten seine Bedingungen auflegt. Glaubt ja nicht, dass wir diese Siege, diesen Frieden nur so hinnehmen können, wie wenn sich das von selbst verstände, wie wenn ihn Gott uns geben müsste. Ihr habt ja einst selbst auf den Knien und mit gefalteten Händen mit ihm verhandelt um den Sieg. Denkt ihr noch an das Klopfen der Herzen, als die Kriegserklärung herübergekommen war? als wir anbinden mussten mit dem Volk, das seit mehr denn fünfzig Jahren von allen seinen Schlachtfeldern als Sieger weggegangen war? Denkt ihr noch an die Tage, wo unsere Kinder auszogen, wo wir sie segneten zu dem großen Kampf? Denkt ihr noch an jenen Buß- und Bettag am 3. August, wo die Kirchen nicht Raum hatten für die Scharen derer, welche den Herrn in seinen Vorhöfen um Vergebung ihrer Sünde und um seinen gnädigen Beistand anrufen wollten? wo die Kirchen zu klein wurden? wo die Gemeindeglieder baten, es möchte doch am Nachmittage noch ein Betgottesdienst gehalten werden? Denkt ihr noch an die Freude und die Freudentränen, | Bezahle deine Gelübde. Wie es je und je Sitte gewesen ist, haben auch nach diesem großen Kampf die Sieger den Besiegten Friedensbedingungen auferlegt. Wir wollen uns aber bei denselben nicht lange aufhalten. Wir wollen hier die Wichtigkeit der eroberten Provinzen und ihrer Festungen nicht erörtern. Noch weniger wollen wir die Milliarden zählen und uns die gewaltige Summe klar machen. Aber daran wollen wir denken, dass auch der Siegverleiher den Siegern wie den Besiegten seine Bedingungen auflegt. Glaubt ja nicht, dass wir diese Siege, diesen Frieden nur so hinnehmen können, wie wenn sich das von selbst verstände, wie wenn ihn Gott uns geben müsste. Ihr habt ja einst selbst auf den Knien und mit gefalteten Händen mit ihm verhandelt um den Sieg. Denkt ihr noch an das Klopfen der Herzen, als die Kriegserklärung herübergekommen war? als wir anbinden mussten mit dem Volk, das seit mehr denn fünfzig Jahren von allen seinen Schlachtfeldern als Sieger weggegangen war? Denkt ihr noch an die Tage, wo unsere Kinder auszogen, wo wir sie segneten zu dem großen Kampf? Denkt ihr noch an jenen Buß- und Bettag am 3. August, wo die Kirchen nicht Raum hatten für die Scharen derer, welche den Herrn in seinen Vorhöfen um Vergebung ihrer Sünde und um seinen gnädigen Beistand anrufen wollten? wo die Kirchen zu klein wurden? wo die Gemeindeglieder baten, es möchte doch am Nachmittage noch ein Betgottesdienst gehalten werden? Denkt ihr noch an die Freude und die Freudentränen, | ||